Sammel-Hypes: Labubus, Pokémon & Co.

Schon in den 90ern sammelten Kids Ü-Ei-Figuren oder Diddl-Mäuse. Heute heben Labubus, Funkos, Trading Cards oder Lego den Hype auf ein neues Level – angetrieben von Social Media, Influencer*innen und künstlicher Verknappung.

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Der Zufallsfaktor war schon immer Teil des Sammelns: Ü-Eier funktionierten wie heutige Blind Boxes, bei Pokémon- oder Sportkarten entscheidet das Glück über Seltenheit und Wert. Was früher auf dem Schulhof getauscht wurde, wird heute eher in Streams oder auf Plattformen präsentiert – die Sichtbarkeit der eigenen Sammlung ist wichtiger denn je. 

Hypes durch Knappheit 

Neue Trends entstehen oft durch künstliche Verknappung: Pop-Up-Stores, stundenlange Schlangen und „Secrets“, die nur wenige ziehen. Damit ein Hype länger hält, braucht es meist große Marken im Rücken – Lego Star Wars, Funko, Harry Potter oder Magic-Karten sprechen Fans mit bereits bestehender Bindung an und machen dadurch einfach Bock auf „noch mehr“ Sammeln. 

Sammeln als Leidenschaft – oder Problem? 

Eine zentrale Rolle spielen Influencer*innen: Pack-Openings, Hauls oder Vlogs von Pop Mart-Schlangen erzeugen den Reiz, selbst dabei zu sein. Gleichzeitig verstehen Außenstehende oft nicht, warum etwa ein Labubu so faszinierend sein soll. Für Sammler*innen hingegen ist es Leidenschaft, Community und manchmal auch eine Flucht aus dem Alltag. 

Doch Sammeln kann problematisch werden, wenn die FOMO kickt, hohe Ausgaben die Freude überlagern oder das Suchtpotenzial steigt. Ob Sammeltrends heute kurzlebiger sind oder wir gerade eine neue Sammel-Ära erleben, bleibt offen – sicher ist nur: Der Sammelwahn scheint lauter und sichtbarer als je zuvor. 

Mannheim

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Autor/in
SWR