Wer Radio macht, hat‘s nicht leicht auf Tagungen, Konferenzen, medialen Zukunftspodien. Denn: „Was? Radio? Ah, Dino-Medium!“ Angeblich vom Aussterben bedroht. Überholt. Aus der Mode. „Euch kommt das Publikum abhanden!“ „Meine Kinder hören null Radio!“ Und ja, alle unsere Selbstgewissheiten sind hinüber: Wir sind nicht mehr das schnellste Medium, nicht mehr Musiklieferant Nummer eins, nicht mehr wichtigstes Service-Angebot, nicht mehr familiärstes Medium. Fast alles kriegt das Publikum anderswo schneller, besser, passgenauer - auf Social-Media-Kanälen, über Google, Apps, Streaming-Dienste und Podcastangebote. Sogar unser nobelstes Privileg verlieren wir: Denn Dinge vertonen und hörbar machen, können jetzt alle. Sogar Maschinen. Mit KI, Sprach- und Stimmsynthese. Was also bleibt für uns, fürs (lineare) Radio?