Videospielverfilmungen

Videospielverfilmungen hatten lange keinen guten Ruf. Frühe Filme wie Super Mario Bros., Street Fighter oder Far Cry gelten bis heute für viele als Paradebeispiele dafür, wie man es nicht macht.

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Von Autor/in Chris Kappaun

Zu weit weg von den Games, seltsame Storys, fragwürdige Entscheidungen beim Cast und am Ende blieb oft das Gefühl: Das hat mit dem Spiel kaum noch etwas zu tun.

Wie läuft’s heute?

Inzwischen hat sich einiges verändert. Neuere Produktionen wie Minecraft oder die Sonic the Hedgehog-Filme kommen deutlich besser bei Zuschauenden an. Auch der aktuelle Super Mario Bros. Film zeigt, dass Verfilmungen nicht nur funktionieren, sondern auch riesige Erfolge feiern können. Mit 1,3 Milliarden Dollar Umsatz ist diese Gaming-Verfilmung die erfolgreichste jemals.

Studios nehmen die Vorlagen ernster, beziehen Fans stärker ein und versuchen sich näher am Original zu orientieren. Die Branche hat also gelernt.

Auch bei der Art der Verfilmungen hat man sich weiterentwickelt. Laut The Numbers – einer der führenden Plattformen für Einspielergebnisse und Daten zur Filmindustrie – werden mittlerweile immer mehr Videospieladaptionen in Serienform produziert.

Viele Games leben von langen Storys, Charakterentwicklung und Worldbuilding. Das lässt sich in zwei Stunden Film oft schwer unterbringen. Serien haben können hier einen Vorteil bieten. Mehr Zeit, mehr Raum für Details, mehr Nähe zum Spielgefühl.

Re-Live: Videospielverfilmungen

Spielgefühl & Cast

Aber was macht eine gute Videospielverfilmung überhaupt aus? Reicht es, die Story nachzuerzählen? Oder muss auch das Gefühl des Spiels transportiert werden?

Auch das Casting kann eine zentrale Rolle spielen. Wie wichtig ist es, dass Figuren genauso aussehen wie im Spiel? Oder zählt am Ende nur die Performance?

Fans haben oft klare Erwartungen. Wer zu weit davon abweicht, riskiert sofort Kritik – egal, wie gut der Film am Ende ist.

Spannend ist auch die Frage, ob Verfilmungen einfach nur bekannte Geschichten wiederholen sollten oder ob sie das Universum erweitern. Serien wie Fallout gehen genau diesen Weg und erzählen neue Geschichten im bekannten Setting. Für viele wirkt das frischer als ein reines Remake der Spielhandlung.

Wie steht ihr zu Videospielverfilmungen? Was sind eure Favorites und welche Adaptionen waren eurer Meinung nach ein kompletter Reinfall?

Aber vor allem: Welche Games würdet ihr gerne als nächstes auf der großen Leinwand oder als Serie sehen?

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Chris Kappaun