Ich beschäftige mich mit der Grenze zwischen der abstrakten Welt der Informatik und der physischen Welt um uns herum. Meine Kompositionen für akustische Instrumente mit elektronischer 1-Bit-Musik erkunden einen klanglichen und konzeptuellen Raum, den ich seit 2004 und meinem Werk "1-Bit Music" erforsche: die Grundlagen des elektronischen Klangs. Die einfachsten elektronischen Töne lassen sich erzeugen, indem man einem Lautsprecher elektrische Impulse sendet und diese wieder abschaltet, wodurch eine Schwingung in der gewünschten Tonhöhe entsteht. Diese Impulse werden digital im Binärcode als 1-Bit-Informationen dargestellt, wobei eine 1 oder 0 den entsprechenden elektrischen Zustand angibt. Bei der Arbeit mit 1-Bit-Wellenformen entsprechen die Daten dem Klang; eine Übersetzung auf eine höhere Ebene ist nicht erforderlich.
Die 1-Bit-Töne werden von Mikrochips erzeugt, die ich programmiere und die zu Instrumenten werden im Duett zwischen menschlichen Musiker:innen und Code. Hier verbindet sich die grundlegendste Methode der elektronischen Klangerzeugung mit ähnlich grundlegenden Methoden der akustischen Klangerzeugung bei klassischen Instrumenten: vibrierende Saiten, resonierende Windkammern, schwingende Perkussionsobjekte usw. Selbst wenn 1-Bit-Klänge auch die Töne aggressiv klingender elektrischer Wecker sind, finde ich ihr ganz primitives Timbre inspirierend frisch und auf mysteriöse Weise organisch, wenn sie mit traditionellen Instrumenten kombiniert werden. In meinem Werk geht es um diese Beziehungen zwischen einfachen Klangsystemen und um dem Punkt, an dem sie sich überschneiden.
Programm der Donaueschinger Musiktage 2025
English
I am interested in the threshold between the abstract world of computation and the physical world around us. My compositions for acoustic instruments with 1-bit electronic music explore a sonic and conceptual space I began exploring with "1-Bit Music" in 2004: the foundations of electronic sound. The simplest electronic tones can be created by sending on and off pulses of electricity to a speaker, effecting an oscillation at the desired pitch. These pulses are represented digitally in binary as 1-bit information, where a 1 or 0 signifies the corresponding electrical state. When working with 1-bit waveforms, data is equivalent to sound; no higher-level translation is needed.
The 1-bit tones are generated by microchips that I program, which become instruments in duets between human musicians and code. Here the most basic method of electronic sound production couples with similarly basic methods of acoustic sound production in classical instruments: vibrating strings, resonating wind chambers, oscillating percussive objects, etc. While 1-bit sound is also the palette of aggressive electric alarm clocks, I find its primitive timbre inspiringly fresh and mysteriously organic when combined with these traditional instruments. My work is about these relationships between simple sonic systems and the points found at their intersections.
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