Mit Pokal-Auftakt-Spielen gegen Drittligisten ist das so eine Sache. Zwar ist die Bundesliga-Mannschaft stets der Favorit, allerdings ist der unterklassige Club in der Regel schon eingespielter und hat erste Abläufe etabliert. So manches Spitzenteam kam in der ersten Pokalrunde unter diesen Voraussetzungen schon mächtig in Verlegenheit.
Beim Erstrunden-Spiel des VfB Stuttgart beim FC Hansa Rostock war das nicht der Fall. Die Mannschaft von Sebastian Hoeneß trat selbstbewusst auf, agierte konzentriert und gewann die Partie im stimmungsvollen Ostseestadion mit 4:0 (2:0). "Die Haltung war top und das ist das, was du brauchst", sagte VfB-Coach Sebastian Hoeneß nach dem Spiel im Sportschau-Interview. "Der Pokal hat immer seine eigenen Gesetze, da muss man hellwach sein und das waren wir."
Dreierpack von Dzenan Pejcinovic lässt Sieg hoch ausfallen
Hellwach dürfte nun auch die Bundesliga-Konkurrenz der Schwaben sein, zumindest wenn der Name von Neuzugang Dzenan Pejcinovic fällt. Der 21-Jährige Stürmer steuerte in seinem ersten Pflichtspiel gleich drei Treffer zum Auswärtsieg bei und präsentierte sich gut eingespielt mit seinem Sturmpartner Deniz Undav (zwei Vorlagen). Das zwischenzeitliche 3:0 erzielte Tiago Tomás. Sebastian Hoeneß bewertete die Leistung seines Neuzugangs "sehr positiv." Der junge Offensivmann hätte einen "Riesen-Impact aufs Spiel gehabt".
Pejcinovic selbst zeigte sich nach dem Spiel ganz entspannt. "Wir werden das Spiel aufarbeiten, wir werden es gut analysieren und dann werden wir uns bestmöglich auf das erste Bundesliga-Spiel vorbereiten", sagte der Dreierpacker. Der VfB eröffnet die neue Bundesliga-Saison am Freitag mit einem Gastauftritt beim Deutschen Meister FC Bayern München (28.8., 20:30 Uhr, live im Audiostream auf Sportschau.de).
DFB-Pokal Dreierpack Pejcinovic: VfB Stuttgart besiegt Hansa Rostock klar
Der VfB Stuttgart setzte sich in der ersten Runde des DFB-Pokals souverän bei Hansa Rostock durch. Dzenan Pejcinovic traf drei Mal.
Sebastian Hoeneß hebt seinen startenden Ersatz-Keeper hervor
Gegen die Bayern dürfte es für den VfB deutlich schwerer werden, zumal die Defensive auch gegen Hansa Rostock nicht immer zu hundert Prozent Sattelfest wirkte. Doch die schwäbischen Verteidiger konnten sich stets auf ihren Torhüter, Fabian Bredlow, verlassen. Sechs Paraden zeigte der gebürtige Berliner an der Ostsee, mitunter hielt der VfB-Keeper spektakulär. Grund genug für Coach Hoeneß, seinen Keeper, der mindestens bis zur Genesung seines Kollegen Dennis Seimen das Stuttgarter Tor hütet, auf der Pressekonferenz nach dem Spiel zu loben. "Brenzlige Situationen" hätte Bredlow zuverlässig bereinigt.
Nun steht der VfB in der zweiten Runde des DFB-Pokals. Für einen Bundesligisten und Champions-League-Teilnehmer die Erfüllung einer Pflichtaufgabe. Dass das aber keine Selbstverständlichkeit ist, dürften auch noch viele VfB-Fans wissen. Am 18. August 2018 verloren die Schwaben letztmals in der ersten Runde. Gegner damals: Hansa Rostock im Ostseestadion (0:2). Pokal-Auftakt-Spiele gegen Drittligisten eben...