Trainer Torsten Lieberknecht hat vor dem DFB-Pokal-Hit des 1. FC Kaiserslautern beim Südwest-Rivalen SV Waldhof Mannheim ein Appell an die Fans gerichtet.
"Dieses Derby gibt es nicht jede Saison. Deshalb ist klar, dass es polarisiert und die Massen elektrisiert", mahnte der 53-Jährige. "All die Dinge, die so ein Derby mit sich bringt - Frotzeleien und Dinge, bei denen man die Rivalität spürt - soll man trotzdem gewaltfrei im Stadion und drumherum austragen."
Waldhof sieht sich gut vorbereitet
Die Erstrundenpartie zwischen dem Drittligisten und dem Zweitligisten am Freitag (18 Uhr) gilt als Hochrisikospiel und wird von einem Großaufgebot an Sicherheitskräften begleitet. Die beiden Fan-Lager sind seit Jahrzehnten verfeindet.
Die Mannheimer sehen sich derweil gut vorbereitet. "Wir haben ja auch in der 3. Liga viele Spiele, die als Hochrisikospiel eingestuft werden", sagte Pressesprecher Yannik Barwig und verwies auf zahlreiche Treffen mit Polizei und Behörden im Vorfeld. "Wir sind gut vorbereitet, außerhalb vom Stadion und auch hier drinnen. Jeder, der ins Stadion kommt, kann ein sicheres Gefühl haben."
Waldhof will FCK-Bollwerk brechen
Die Roten Teufel gehen als Zweitligist als Favorit ins Derby und wollen sich aufs Sportliche konzentrieren. "Ich weiß, dass die Jungs mit Sicherheit eines wollen: Sie wollen ihre Farben und den FCK mehr als würdig vertreten und allen, die den FCK lieben und als Fans unterwegs sind, den Derbysieg schenken. Eine gesunde Balance ist aber total wichtig", sagte Lieberknecht mit Blick auf seine Mannschaft.
Das sieht auch sein Trainer-Kollege Rui Mota so. Auch der 47-Jährige hofft auf ein faires Spiel auf dem Platz, das die Zuschauer genießen können. Trotzdem erwartet der Waldhof-Coach eine hitzige Begegnung. Sportlich hofft der Portugiese darauf, dem FCK den ersten Gegentreffer der Saison einzuschenken.
"Wir haben unsere Waffen gegen jeden Gegner, gegen den wir spielen. Wir haben sie sehr gut analysiert mit all ihren Stärken und Schwächen", sagte Mota im Interview mit dem SWR.
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In der ersten DFB-Pokalrunde kommt es am Freitag (21.08./18 Uhr) zum Südwest-Duell zwischen dem SV Waldhof und dem 1.FC Kaiserslautern. Der Blick in die Historie zeigt, dass es zwischen beiden Teams hochspannende Begegnungen gab.
Einsatz von Stammkeeper Krahl fraglich
Im Carl-Benz-Stadion droht dem FCK der Ausfall von Stammtorwart Julian Krahl. "Julian hat sich diese Woche im Training bei einem Pass ein bisschen an den Adduktoren verletzt. Deshalb ist es momentan ein Spiel mit der Zeit, ob es tatsächlich klappt", erklärte Lieberknecht.
Sollte Krahl nicht zur Verfügung stehen, sind Yannick Onohiol und Enis Kamga die möglichen Optionen der Pfälzer zwischen den Pfosten.
FCK mit zwei Alternativen auf der Torhüter-Position
Genauer wollte Lieberknecht bei der Pressekonferenz aber nicht auf das Szenario eines Ausfalls von Krahl eingehen: "Beide haben gute Chancen. Enis hat sich in den letzten Trainingswochen aus einem Loch herausgearbeitet und wieder sehr ordentliche Trainingsleistungen gezeigt hat - genauso wie Yannick."
Neben Krahl könnte auch Simon Asta, der mit muskulären Problemen kämpft, in Mannheim fehlen. Sicher ausfallen werden die verletzten Naatan Skyttä, Ivan Prtajin und Owen Gibs.
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