"Wenn ich die vier Wochen vor dem letzten Lehrgang nehme, wo er dabei war, war es deutlich unverdienter, dass er dabei war, als es jetzt der Fall wäre, weil seine Entwicklung deutlich in die richtige Richtung geht", sagte Nagelsmann in Wolfsburg, wo sich die Nationalspieler am Montag (10.11.) trafen, um sich auf die abschließenden WM-Qualifikationsspiele am 14. November in Luxemburg und drei Tage später in Leipzig gegen die Slowakei vorzubereiten.
Momentan stehen andere Spieler vor Angelo Stiller
"Diese Botschaft habe ich ihm auch mitgegeben", erklärte der Bundestrainer weiter. Stiller sei, so der DFB-Coach, aktuell etwas zurück hinter anderen Spielern. "Wir haben auf der Sechser-Position Felix Nmecha, der eine sehr gute Saison spielt, und Aleksandar Pavlovic, der bei der Mannschaft spielt, die gerade in ganz Europa sicherlich die stabilste ist. Ich sehe die gerade einen Tick vorne dran", erklärte Nagelsmann.
Nadiem Amiri muss passen
Dazu kämen mit Nadiem Amiri und Leon Goretzka zwei weitere Sechser, die ein offensiveres Profil als Stiller hätten. Amiri musste allerdings am Montag mit Adduktorenproblemen für die Länderspiele absagen. Nagelsmann nominierte stattdessen Assan Ouédraogo von RB Leipzig nach. Zudem führte der Bundestrainer aus, dass er nicht mehr als vier Sechser nominieren wollte.
Bei Stiller selbst hatte die Nicht-Nominierung Spuren hinterlassen hat. Nach dem Spiel gegen Feyenoord Rotterdam war der Mittelfeldspieler mehrfach um eine Reaktion gebeten worden. Seine Antwort war jedes Mal gleich ausgefallen: "Kein Kommentar!"
Nationalmannschaft "Kein Kommentar": Angelo Stiller reagiert auf Nicht-Nominierung für den DFB
Angelo Stiller vom VfB Stuttgart wurde von Bundestrainer Julian Nagelsmann nicht für die Länderspiele im November nominiert. Seine Reaktion? "Kein Kommentar".
Auch rund um den VfB Stuttgart hatte das Außenvorlassen Stillers für Wirbel gesorgt. Trainer Sebastian Hoeneß, Sportvorstand Fabian Wohlgemuth und auch einige Spieler hatten sich zu Stiller geäußert. Auch hierauf reagierte Nagelsmann. "Was sollen sie auch sagen? Es ist ein sehr wichtiger Spieler für den VfB, den sie schützen wollen", sagte er lapidar.