In Sinsheim trafen die Meister der Regionalliga Südwest und der Regionalliga Nord der vergangenen Saison aufeinander. Mit der Euphorie des ersten Drittligaaufstieg im Gepäck, starteten die Gastgeber aus Hoffenheim munter in die Partie: David Mokwa-Ersatz Arian Lluqigi sorgte gemeinsam mit Dagdeviren für die ersten beiden Gelegenheiten, bevor Amaimouni-Echghouyab aus gut elf Metern den Außenpfosten traf. Zu diesem Zeitpunkt waren gerade einmal zehn Minuten gespielt.
Auch Neuzugang Zeitler machte sich früh bemerkbar: In der 21. Minute verfehlte sein Schlenzer aus knapp 20 Metern aufs rechte Eck das Tor nur knapp.
TSV Havelse mit der besten Chance der ersten Hälfte
Der Gegner aus Havelse setzte die Hoffenheimer Abwehr währenddessen durch hohes Pressing und immer wieder durch lange Bälle in den Strafraum unter Druck. Nach exakt einer halben Stunde waren es die Gäste, denen nur wenige Zentimeter zum Führungstreffer fehlten: Die flache Hereingabe von Marko Ilic vor das Tor verpasste Müller am zweiten Pfosten nur ganz knapp. Somit endete die insgesamt ausgeglichene erste Hälfte torlos.
Hoffenheim dominiert nach der Pause - verpasst aber das Momentum
Zu Beginn der zweiten Hälfte wirkten die Hoffenheimer wacher und giftiger, dominierten den TSV Havelse über weite Strecken. Im Spielverlauf schien es jetzt nur eine Frage der Zeit, bis der Führungstreffer für die TSG fallen musste, denn eine Chance der Kraichgauer jagte die nächste. Doch weder die Flanke von Zeitler noch der Nachschuss von Dagdeviren in der 57. Minute landeten im Netz von Opitz.
Der Mann der Stunde für die TSG hätte Amaimouni-Echghouyab sein können. Im letzten Drittel der Partie entschied der Flügelspieler viele Zweikämpfe für sich und drängte Hoffenheim weiter Richtung Führung, während Havelse sich langsam zurück ins Spiel kämpfte.
TSG-Trainer Kleineheismann "Killer-Instinkt hat gefehlt"
Nach rund 70 Minuten Spielzeit wirkt die Partie plötzlich wieder offen, gefährliche Chancen sah man jetzt auch wieder aufseiten der Gäste: In der 80. Minute verfehlt Boujellab das Tor mit seinem Abschluss nur um einen halben Meter.
Der Lucky Punch zum Schluss blieb schließlich beiden Mannschaften verwehrt. Mit dem Punkt und dem Auftritt seiner Mannschaft ist Trainer Stefan Kleineheismann dennoch zufrieden: "Das war ein ordentliches Debüt von uns in der dritten Liga. Wir hatten spielerisch klare Vorteile. Nach der Halbzeit bis zur 70. Minute hatten wir ein Chancen-Plus, aber machen leider nichts daraus. Dann musst du aufpassen, dass du kein Gegentor bekommst. Wir nehmen den Punkt heute mit, das ist eine gute Basis für eine zweite Mannschaft." Die TSG II spielt am kommenden Wochenende bei Alemannia Aachen, Havelse empfängt Essen.