Die Schießbude ist endlich geschlossen: Nach 15 Gegentoren in den ersten vier Pflichtspielen der neuen Saison spielte der 1. FC Heidenheim beim 1:0-Erfolg bei der SpVgg Greuther Fürth erstmals zu Null. Budu Zivzivadze (12. Minute) erzielte den goldenen Treffer für die Mannschaft von Trainer Frank Schmidt. Die Pokal-Blamage beim Regionalligisten SSV Jeddeloh II (2:5) scheint der FCH nach nun zwei Siegen in Serie abgeschüttelt zu haben.
Frank Schmidt: "Riesenkompliment"
"Wir haben früh zugeschlagen und dann bis in die letzte Sekunde herausragend verteidigt", analysierte Coach Schmidt nach der Partie am ARD-Mikrofon. Der 52-Jährige, der als aktiver Fußballer selbst die Schuhe für Fürth geschnürt hatte, war spürbar erleichtert. "Im Gegensatz zu den Spielen zuvor waren wir bereit, das Ding wegzuverteidigen. Riesenkompliment für diese Arbeit gegen Fürther, die bis zum Schluss alles probiert haben."
Schmidt attestierte seiner Mannschaft eine "große Mentalität und Verteidigungsstärke - die haben wir heute endlich mal wieder gezeigt".
Patrick Mainka: "Haben dem Druck standgehalten"
Ähnlich ordnete Heidenheims Kapitän Patrick Mainka den Erfolg ein. "Ein Auswärtssieg, das erste Mal zu Null. Wir haben dem Druck standgehalten. Einer hat für den Anderen gekämpft. Das ist genau das, was wir brauchen. So kommt dann so ein dreckiger Arbeitssieg zustande", befand der Abwehrspieler.
Heidenheim zeigte sich gegenüber den letzten Partien defensiv deutlich verbessert. In einer chancenarmen Partie war der FCH über weite Strecken die aktivere Mannschaft und ließ nur wenig zu. Dazu kam vorne die nötige Effizienz, denn viele eigene Gelegenheiten besaß der Bundesliga-Absteiger nicht.
"Heute ging der Plan auf"
Der Turnaround scheint aber nun geschafft. In der 2. Liga steht der FCH mit neun Punkten aus vier Spielen als Dritter sogar sehr gut da. Nun, so Coach Schmidt, gelte es dranzubleiben.
"Heute ging der Plan auf und alle haben gekämpft bis zum Schluss. Der Plan ist jetzt, weiter Spiele zu gewinnen", sagte der Trainer lapidar und führte aus: "Wir dürfen nach zwei Siegen nicht die Bodenhaftung verlieren. Wir wissen noch, wie weh es vor zwei Wochen getan hat. Wir haben eine gute Antwort gegeben - und am besten knüpfen wir daran jetzt an."