Der 1. FC Heidenheim tritt am Montag (20:30 Uhr im Audiostream und Liveticker auf sportschau.de) bei der SV Elversberg an. Nach dem temporeichen 2:2 im Hinspiel wird der letzte Bundesligist für die nächste Saison ermittelt.
Das Unentschieden am Donnerstag sorgte auf beiden Seiten für Optimismus, das Duell im Stadion an der Kaiserlinde für sich zu entscheiden. Stellt sich die Frage: War das Remis nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand ein gutes Ergebnis für den FCH?
Heidenheim scheiterte 2020 gegen Werder
Ein kurzer Blick in die Statistik: Die Relegationsspiele wurden in der Saison 2008/2009 nach 18 Jahren Unterbrechung wieder eingeführt. Seitdem gab es fünf Unentschieden im Hinspiel. 2014 setzte sich der Hamburger SV als Bundesligist gegen die SpVgg Greuther Fürth durch. Nach einem torlosen Remis reichte dem HSV ein 1:1 im Rückspiel, um dank der Auswärtstorregelung die Klasse zu halten.
Gleiches gelang Werder Bremen 2020 in den Spielen gegen die Heidenheimer selbst. Damals reichte den Hanseaten ein 2:2 am Schlossberg, nachdem das Hinspiel in Bremen ohne Treffer geblieben war. Der FCH musste weiter in der 2. Liga kicken, um drei Jahre später den Aufstieg nachzuholen.
Fußball | Meinung Heidenheim und Elversberg in der Relegation: Spektakel für Visionäre
Von wegen "El Dorfico": Heidenheim und Elversberg machen die Relegation zu etwas Besonderem – und laufen der Europa League den Rang ab, meint SWR-Sport-Redakteur Patrick Stricker.
Auswärtstorregelung in der Relegation abgeschafft
Zwei weitere Male ging nach Remis im Hinspiel der Bundesligist als Sieger aus der Relegation: Der HSV 2015 gegen den Karlsruher SC und Eintracht Frankfurt im Jahr darauf gegen den 1. FC Nürnberg.
Erst einmal konnte sich bei einer derartigen Konstellation der Zweitligist durchsetzen: Union Berlin profitierte dabei nach dem 2:2 beim VfB Stuttgart und dem 0:0 im Rückspiel ebenfalls von der Auswärtstorregelung.
Das Zählen der Auswärtstore können sich die Anhänger der beiden Teams am Montag übrigens sparen. Die Regelung findet keine Anwendung mehr, wodurch jedes Unentschieden - ob 0:0 oder 4:4 - zu einer Verlängerung führen würde. Noch lieber würde der FCH das Spiel aber nach 90 Minuten für sich entscheiden.
"Ich kann sagen, dass wir entschlossen dieses Spiel spielen werden und auch keine Angst davor haben. Mit Vorfreude, aber auch mit Anspannung gehen wir in das Spiel", sagte FCH-Trainer Frank Schmidt im SWR-Interview. "Ich habe es vor dem Hinspiel bereits gesagt, dass wir uns seit Monaten auf diese beiden Spiele vorbereiten. Wir wollten unbedingt diese Relegation erreichen. Deswegen sind wir glücklich damit, dass wir nun dieses Spiel spielen dürfen."