Šimić-Doppepack zu wenig

Enttäuschender KSC-Auftritt gegen Elversberg: "Das 3:2 schmeichelt uns"

Am 13. Spieltag hat der Karlsruher SC gegen die SV Elversberg im Zweitliga-Verfolgerduell mit 2:3 verloren. Ein Doppelpack von Roko Šimić reichte nicht für insgesamt zu schwache Badener.

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Von Autor/in Sophie Salmen

Zweimal hatte sich der Karlsruher SC im Zweitliga-Heimspiel gegen die SV Elversberg zurückgekämpft - und doch standen die Karlsruher an diesem Sonntagnachmittag (23.11.2025) am Ende mit leeren Händen da. Denn als es bereits nach einem Unentschieden aussah, fiel doch noch das 3:2-Siegtor für die Saarländer.

Der lange formschwache Neuzugang Roko Šimić hatte zweimal einen Rückstand wettgemacht (62./83. Minute). "Ich habe mich heute gut gefühlt, ich habe gefühlt, dass ich heute treffen würde", sagte der 22-Jährige nach der Partie am ARD-Mikrofon. "Aber am Ende bin ich nicht glücklich, weil wir verloren haben."

Trotz Doppelpack: Šimić mit Leistung nicht zufrieden

In der Nachspielzeit mussten die Badener noch den entscheidenden Gegentreffer von Felix Keidel hinnehmen (90.+4). Für den KSC war es nach der 0:4-Schlappe bei Arminia Bielefeld die nächste bittere Niederlage. "Nicht die bessere Mannschaft hat heute gewonnen", sagte der frustrierte KSC-Trainer Christian Eichner nach der Partie. "Die hoch überlegene, deutlich bessere Mannschaft, die wacher und klarer war und die was wollte - die hat das Spiel gewonnen. Das 3:2 schmeichelt uns", so Eichner weiter.

Man könne die eigene Leistung nicht akzeptieren, denn "wir haben nicht mit unseren Herzen gespielt", kritisierte auch Doppelpacker Šimić. Und obwohl er zwei Tore geschossen und seine Mannschaft im Spiel gehalten hatte, war der Kroate, der vor dem Partie nur einmal getroffen hatte, mit seiner Leistung nicht zufrieden. "Ich bin immer noch nicht auf meinem eigentlichen Leistungsniveau. Als ich nach Karlsruhe gewechselt bin, habe ich gesagt, dass ich Zeit brauche, denn in der letzten Saison hatte ich einige Verletzungen und keine Spielpraxis", erklärte derStürmer. Er sei auf dem richtigen Weg, aber noch nicht beim 100 Prozent.

Franke-Patzer leitet Elversberger Führung ein

Von 100 Prozent waren seine Mannschaftskollegen im Spiel gegen die SVE über weite Strecken auch entfernt. So war Ausgangspunkt der ersten Elversberger Führung zunächst ein Zuspiel von KSC-Torhüter Hans Christian Bernat auf KSC-Routinier Marcel Franke. Der Verteidiger vertändelte den Ball gegen den heranlaufenden Ex-Karlsruher Bambasé Conté - und Younes Ebnoutalib konnte nach einem Querpass problemlos vollstrecken (26.). Franke hatte in den vorangehenden Spielen beim 2:1 gegen den FC Schalke 04 und bei der Niederlage in Bielefeld jeweils einen Elfmeter verschuldet.

"Sechs, sieben hätten wir auch kriegen können, wenn wir ehrlich sind. Es war am Ende eine hochverdiente Niederlage", meinte Franke. Neben Ebnoutalib war Lukas Petkov (66.) noch für die Gäste erfolgreich, die sich mit dem späten Treffer durch Keidel für ein deutliches Chancen-Übergewicht belohnten und auf dem dritten Tabellenplatz bleiben. Der KSC hingegen steckt im Tabellen-Mittelfeld fest und verpasste den Anschluss an die Spitzenteams. "Der Unterschied zu Elversberg war heute zu deutlich und zu klar", fasste Eichner zusammen.

Am kommenden Freitag (28.11, 18:30 Uhr) eröffnen die Badener mit einem Auswärtsspiel beim Tabellenfünften Hannover 96 den nächsten Spieltag und müssen sich erneut mit einem Team aus der oberen Tabellenhälfte messen.

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