Fußball | DFB-Pokal

KSC-Routinier Marcel Franke: Meuselwitz vor der Brust, die Bundesliga als Traum

Marcel Franke vom Karlsruher SC feiert in der ersten Runde des DFB-Pokals ein Jubiläum. Langfristig träumt der Abwehrchef von einer späten Bundesliga-Premiere.

Teilen

Stand

Abwehrchef Marcel Franke kann sich gut vorstellen, seine Fußballkarriere einmal beim Karlsruher SC zu beenden. "Ich habe noch zwei Jahre Vertrag und bin dann 34", sagte der Verteidiger der Deutschen Presse-Agentur vor der Erstrundenpartie im DFB-Pokal beim thüringischen Regionalligisten ZFC Meuselwitz. 

Dort bestreitet der Innenverteidiger aus Sachsen am Sonntag (15:30 Uhr) sein 100. Pflichtspiel für die Badener. Danach noch ein weiteres Jahr beim KSC dranzuhängen, wäre aus Frankes Sicht eine Option. "Mal sehen, wie es meinem Körper dann geht und ob ich noch zweite Liga spielen kann." Zunächst steht aber der Pokal-Auftakt in Thüringen auf dem Programm.

Meuselwitz hat Pokal-Erfahrung

Der ZFC Meuselwitz empfing in der Vergangenheit bereits den 1. FC Köln (2010) und Hertha BSC (2011) im DFB-Pokal, schied allerdings beide Male aus. Am Sonntag hoffen die Thüringer nun auf ein kleines Wunder. Schließlich ist der Regionalligist gegen den Zweitligisten aus Karlsruhe der klare Underdog.

Marcel Franke fokussiert sich mit seinem Team voll auf die erste Hürde im Pokalwettbewerb, lässt den Blick aber auch schon in die nähere Zukunft schweifen. Denn: Fußballspielen will der Musterprofi Franke jedenfalls noch "so lange wie möglich". Am größten sei der Traum, doch noch die späte Bundesliga-Premiere feiern zu können. 

"Wenn das nicht klappt, will ich mindestens die 300 Zweitligaspiele vollmachen", erklärte Franke, der mehr als 260 Partien im Fußball-Unterhaus bestritten hat und dieses Ziel in seiner Vertragslaufzeit überbieten könnte. "Das Ausland ist dagegen in meinem Alter wohl eher kein Thema mehr", meinte der 32-Jährige, der seit 2022 beim KSC unter Vertrag ist. Vielleicht ziehe es ihn aber auch irgendwann zurück in die Heimat nach Dresden.

Christian Eichner kann sich "nichts Besseres vorstellen"

KSC-Trainer Christian Eichner nennt Franke "einen, den man sich unter einem absoluten Vollprofi vorstellen darf". Er sei jeden Tag engagiert. "Dass er sich den Bundesliga-Aufstieg mit dem KSC vorstellen kann, freut mich", sagte der Coach. 

Franke stehe wie Marvin Wanitzek oder Sebastian Jung für eine Gruppe erfahrener Spieler, die gemeinsam diesen Traum hätten. "Dafür tut er alles. Ich glaube, er fühlt sich hier unfassbar wohl, hat einen hohen Stellenwert. Er wird wertgeschätzt und ist so, wie er ist, für uns als Verein und für die Fans zu 100 Prozent identifizierbar", erklärte der frühere Bundesligaprofi. Geht es nach Eichner, bleibt Franke noch lange im Wildpark. "Von seiner Art und vom Gesamtpaket kann ich mir auf seiner Position nichts Besseres vorstellen."

Erstmals publiziert am
Stand
Onlinefassung
Martin Maibücher

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir Ihnen, woher wir unsere Infos haben!