Bundesliga

Mainz-Neuzugang Eric Martel - ein echter Transfer-Coup

Mit der Verpflichtung von Eric Martel ist Mainz 05 ein echter Coup gelungen. Der 24-Jährige soll im Mittelfeld der Rheinhessen zur zentralen Figur werden.

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Von Autor/in Michael Glang

Der Auftakt ist Eric Martel schon mal prima gelungen. Im ersten Testspiel des 1. FSV Mainz 05 gegen die TSG Pfeddersheim traf der Neuzugang vom 1. FC Köln gleich mal doppelt. Im Laufe der Saison werden ungleich schwerere Aufgaben auf die 05er warten als der Aufgalopp gegen den Landesligisten aus dem Wormser Stadtteil.

Martel ist bereit dafür. In 90 Bundesligaspielen und 31 Zweitliga-Partien hat der Defensivmann seine Qualität bereits nachdrücklich unter Beweis gestellt. In Mainz soll er nun eine zentrale Rolle einnehmen. Zumal der Verbleib der umworbenen Mittelfeldakteure Nadiem Amiri und Kaishu Sano unklar ist. Beide hatten bei der WM in den USA, Mexiko und Kanada nach einer starken letzten Saison weitere Duftmarken gesetzt.

Martel verpasste EM-Titel mit der U21

Bei der WM war Martel nicht mit dabei. Für Deutschland hat er aber bereits zahlreiche Spiele absolviert - zuletzt im Mai 2025, als er die U21 im EM-Finale gegen England als Kapitän aufs Feld geführt hatte. Am Ende stand eine unglückliche 2:3-Niederlage im letzten Spiel für den DFB-Nachwuchs.

In Mainz will Martel nun mit starken Leistungen dafür sorgen, dass er den Blick perspektivisch Richtung A-Nationalmannschaft richten kann. "Eric ist ein Spieler, der zum einen schon eine Menge Bundesligaerfahrung mitbringt und seine Qualität bereits über mehrere Jahre nachgewiesen hat, auf der anderen Seite aber noch immer entwicklungsfähig ist und einen großen Antrieb mitbringt, sich sportlich weiterzuentwickeln und besser zu werden", wurde Sportdirektor Niko Bungert bei der Verpflichtung zitiert.

Bewusste Entscheidung für Mainz 05

Die 05er setzen auf Martels Zweikampf- und Laufstärke, die den ablösefreien Profi zu einem begehrten Transferziel gemacht hatten. Ähnlich wie beim weiteren Neuzugang Ransford Königsdörffer vom Hamburger SV kommt damit ein Profi von einem vermeintlich größeren Klub zu den 05ern. Das hatte zu Diskussionen unter den Kölner Anhängern geführt.

Martel hat aber gute Gründe für seine Entscheidung, sich der Mannschaft von Trainer Urs Fischer anzuschließen. "Ein Wechsel sorgt immer für zu Diskussionsstoff. Letztendlich spricht für Mainz, dass sie schon lange in der Bundesliga spielen und auf sportlicher Eben einfach der erfolgreichere Verein in den letzten Jahren waren", sagte der 24-Jährige im Interview mit dem SWR. "Wenn man die Entwicklung im letzten Jahr gesehen und wie sich die Mannschaft in der Rückrunde präsentiert hat, dann spricht das für die 05er."

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Martel sorgt für Stabilität bei Mainz 05

Martels Spiel ist geprägt von seiner Unauffälligkeit. Der gebürtige Straubinger, einst in den Jugendteams von RB Leipzig ausgebildet, ist Teamplayer durch und durch. Selbst zu glänzen, ist ihm dagegen nicht so wichtig. "Ich bin ein Spieler, der immer mit 100 Prozent Leidenschaft spielt und sein Stärken im Zweikampf- und Kopfballspiel hat", sagte Martel.

Ein Lautsprecher ist der 24-Jährige nicht - dafür ein Profi, auf den jederzeit Verlass ist. "Auf meiner Position muss man den Mitspielern sowieso Kommandos geben. Deswegen kommt man da nicht ganz drumherum. Vom Typ her bin ich aber jemand, der immer vorweggeht", so Martel. Nicht zuletzt diese Qualitäten sollen den Mainzern dabei helfen - nicht wie so oft in den vergangenen Jahren - in der ersten Saisonhälfte das Abrutschen in den Tabellenkeller zu verhindern.

Gänzlich auszuschließen ist das natürlich nie. Doch die Mainzer haben sich unter Trainer Fischer derart stabil gezeigt, dass die Gefahr überschaubar scheint. Mit Martel, der auch links und rechts in der Innenverteidigung eingesetzt werden kann, ist ein weiterer Mosaikstein für mehr Stabilität verpflichtet worden - ein echter Transfer-Coup eben.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Marius Rinkel
Autor/in
Michael Glang