Fußball

So gehen die Frauen des VfB Stuttgart das "Projekt Bundesliga" an

Nach der Meisterschaft in der vergangenen Saison beginnt für die Frauenabteilung des VfB Stuttgart jetzt das "Projekt Bundesliga". Gegenüber SWR Sport sprechen Trainer und Spielerinnen über Herausforderungen, Vorfreude und Erwartungen.

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Nach drei Aufstiegen in Folge geht es für die Spielerinnen des VfB Stuttgart in die erste Bundesliga-Vorbereitung der Vereinsgeschichte. Die Vorfreude ist sowohl bei erfahrenen als auch bei jungen Spielerinnen riesig. Vize-Kapitänin Fabienne Dongus freut sich insbesondere auf die Aufeinandertreffen mit ihrem Ex-Club, der TSG Hoffenheim. Die Stimmung im Team beschreibt sie als "super euphorisch". Muriel Dürr, für die es die erste Bundesliga-Saison der noch jungen Karriere sein wird freut sich vor allem auf die Spiele gegen Top-Stars wie Klara Bühl, möchte aber dennoch "jedes Spiel als Super-Spiel ansehen."

Umbrüche: Emotionale Nähe, Hunger und Erfahrung

Drei Aufstiege in Folge bedeuten für den Club und seine Verantwortlichen auch: Drei Umbrüche in Folge. Saison für Saison verändern sich der Staff, der Kader, die Voraussetzungen. Wie es gelingt, trotz dieser vielen Veränderungen ein immer intaktes Teamgefüge zu erhalten? VfB-Trainer Niko Schneck hat eine klare Meinung: "Es geht um Beziehungen zwischen Personen", darum "Dinge füreinander zu machen und nicht nur miteinander".

Das scheint zu funktionieren, denn die Stimmung im Team ist gut. Angesprochen auf die Aussage von Team-Manager Sascha Glass, dass insbesondere in der Defensive und beim Tempo nachgebessert wurde, lacht der Trainer nur und betont, wie zufrieden er mit dem Kader und den Transfers sei. Der Name VfB Stuttgart und die sportlichen Perspektiven im Club scheinen verlockend zu sein, Niko Schneck bilanziert: "Die Spielerinnen, die wir wollten, haben wir bekommen". Bitter: Mit Julia Mickenhagen verletzte sich am Donnerstag ausgerechnet eine der neuen für die Innenverteidigung. Die 21-Jährige kam von Bayer 04 Leverkusen nach Cannstatt und fällt nun laut VfB mit einer Bänderverletzung mehrere Wochen aus.

Alle Spielerinnen mit Profiverträgen

Auch abseits des Platzes arbeitet der Club konsequent an der weiteren Professionalisierung seiner Strukturen. Seit dem Aufstieg in die Bundesliga sind alle Spielerinnen des VfB Stuttgart mit Profiverträgen ausgestattet, sodass der sportliche Erfolg im Mittelpunkt stehen kann. Hinzu kommen in der neuen Saison ein erweiterter Staff, neue Rasenplätze und Kabinen. Sascha Glass betont: "Der Verein steht total hinter dem Projekt". Das zeigten auch Alexander Wehrle und Fabian Wohlgemuth in dieser Woche durch ihre Anwesenheit beim Trainingsauftakt.

Ansprüche, Erwartungen und Highlights

Für den Club bringt der Aufstieg eine Neuerung: Zum vielleicht ersten Mal ist der VfB nicht mehr der "Gejagte", nicht mehr das Team, das am Ende der Saison auf Platz eins stehen soll. Die Erwartungshaltung ist klar: Erst den Klassenerhalt sichern, dann in der Bundesliga etablieren. Wie gut das funktioniert, wird sich ab September zeigen, wenn die Frauen des VfB Stuttgart in ihre erste Bundesliga-Saison starten.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Madeleine Wandelt, Mika Fetzer
Onlinefassung
Mika Fetzer