Elfmeter-Krimi in Berlin

Aus dem Wartestand zum Pokalhelden: SC Freiburg feiert "Trashtalker" Florian Müller

Florian Müller avanciert im DFB-Pokal-Viertelfinale bei Hertha BSC zum Matchwinner. Die eigentliche Nummer zwei des SC Freiburg zeigt eine überragende Leistung.

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Stand

Die Spieler des SC Freiburg wussten, bei wem sie sich nach dem Pokal-Krimi gegen Hertha BSC zu bedanken hatten: Sie überschütteten Elfmeter-Held Florian Müller mit Lobeshymnen.

Zuvor hatte der 28-Jährige beim 5:4 nach Elfmeterschießen zwei Strafstöße der Gastgeber pariert und den Breisgauern den dritten Halbfinal-Einzug innerhalb von fünf Jahren beschert.

"Das ist einfach eine besondere Geschichte, dass Flo heute noch zwei Elfmeter hält. Ich glaube, das spiegelt auch diese Mannschaft. Du kannst auch nur so eine Leistung abliefern, wenn du immer dabei bleibst und mental diesen Fokus hast", sagte SC-Trainer Julian Schuster im Sportschau-Interview. "Das freut mich sehr für Flo, dass er der Mannschaft diesen Sieg festgehalten hat."

"Wir wissen, was wir an ihm haben. Er hat sich das verdient und heute mal wieder eine gute Leistung gebracht", schwärmte Routinier Matthias Ginter über Müllers Leistung. 

Günter: "Flo uns den Arsch gerettet"

Kapitän Christian Günter befand: "Flo hat uns heute im Elfmeterschießen den Arsch gerettet. Auch schon im Spiel eine super Leistung. Er hat sich belohnt für die Arbeit, die er jede Woche auf dem Trainingsplatz vollbringt."

Ersatzkeeper Müller hatte nicht nur im alles entscheidenden Elfmeterschießen zwei Schüsse pariert. Bereits in der Verlängerung vereitelte der Freiburger Schlussmann eine Großchance des Berliners Michael Cuisance. "Geiles Spiel. So wünscht man es sich. Für jeden Torwart einfach schön, das Elfmeterschießen zu gewinnen. Ich bin extrem stolz auf mich und auf die ganze Mannschaft", sagte Müller. 

Beim Elfmeterschießen hatte der an sich zurückhaltende Müller ein wenig in die Kiste mit den Psycho-Spielchen gegriffen. Berlins sechstem Schützen Pascal Klemens rief er zu: "Der Erste, der nicht schießen will, ne." Nach den ersten fünf Elfmetern hatte es 4:4 gestanden, Klemens war Herthas erster "Nachrücker" - und scheiterte prompt.

Müller nur die Nummer 2 im Tor

Freiburgs unumstrittener Stammtorhüter Noah Atubolu musste im DFB-Pokal-Viertelfinale beim Hauptstadt-Club auf der Bank Platz nehmen. Wie schon in der zweiten Runde beim 3:1 in Düsseldorf und dem 2:0 im Achtelfinale gegen Darmstadt stand Müller zwischen den Pfosten. Das sei auch eine Belohnung dafür, wie Müller auf der Bank mitfiebere und sich einbringe, begründete Trainer Schuster die Entscheidung. 

Berlin

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Müller: Übertriebener Jubel ist nicht so meins

Schon im Training am Vortag hatte Müller sein Potenzial als Elfmeter-Killer angedeutet. "Da hatte ich eine nahezu 50-Prozent-Quote. Heute war es nicht ganz so gut, aber es hat gereicht zum Sieg", scherzte der Torhüter.  

Während viele seiner Kollegen nach solch einer Leistung jubelnd über das Feld gesprungen wären, blieb der 28-Jährige nach dem Halbfinal-Einzug eher gelassen. "Ich bin nicht so der Typ, der komplett ausrastet. Einfach den Moment aufsaugen und genießen und nachher können wir uns freuen", sagte Müller. Übertriebener Jubel sei nicht seine Art.

DFB-Pokal: Halfbinals im April

Neben dem Sport-Club stehen der VfB Stuttgart und Bayer Leverkusen in der Runde der letzten Vier. Am Mittwoch ermitteln der FC Bayern und RB Leipzig den letzten Halbfinale-Teilnehmer fest. Die Halbfinals werden am 22. Februar im ZDF ausgelost und am 21./22. April ausgetragen. Das Finale in Berlin steigt am 23. Mai.

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Michi Glang
Michi Glang

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