3:0 und ein 7:8: Das waren die Ergebnisse der TSG Hoffenheim in dieser Saison gegen St. Pauli. Nach einem klaren Ausswärtsieg Mitte Oktober letzten Jahres in der Bundesliga trafen sich beide Teams nur neun Tage später nochmal im DFB-Pokal wieder. Die TSG verlor damals im Elfmeterschießen, beide Partien fanden am Millerntor statt.
Jetzt empfängt die TSG Hoffenheim am Samstag um 15:30 Uhr St. Pauli bei sich Zuhause. Kein gutes Omen für die Gäste. Die TSG ist im eigenen Stadion nämlich aktuell so stark wie noch nie. Nach drei Heimniederlagen zum Anfang der Saison hat Hoffenheim die letzten acht Partien in Sinsheim alle gewonnen und einen neuen Vereinsrekord aufgestellt. Die letzte Heimniederlage gab es am 3. Oktober 2025 gegen den 1. FC Köln (0:1).
St. Paulis Trainer Blessin kennt Hoffenheim gut
Bis jetzt hat St. Pauli diese Saison ausschließlich in Hamburg gewonnen. Nur einmal konnte sich die Mannschaft auswärts durchsetzen, das war allerdings beim HSV. Was dem Team Mut machen kann, ist die Bilanz ihres Trainers. Alexander Blessin hat bis auf die Pleite im Hinspiel noch nie als Coach gegen Hoffenheim verloren. Er war von 2005 bis 2006 selbst Spieler in Hoffenheim und lief damals in der Regionalliga auf.
Eins steht fest, es wird definitiv ein intensives Spiel werden. Beide Mannschaften liefen in dieser Saison im Schnitt über 120 Kilometer pro Partie und gehören damit zu den laufstärksten Bundesligisten. Hoffenheims Trainer Christian Ilzer wird mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder auf seine eingespielte Anfangsformation zurückgreifen. Er schenkte an den vergangenen beiden Spieltagen jeweils der gleichen Startelf sein Vertrauen.
Bernardo war zuletzt bei der TSG nicht im Kader
Verteidiger Bernardo ist nach einer Verletzung am Innenband noch nicht bei 100 Prozent. Für ihn wird höchstwahrscheinlich Hajdari wieder aus der Innenverteidigung auf die linke Seite rücken und Ozan Kabak in der Mitte spielen. Vorne soll es Andrej Kramaric richten, der bereits zum neunten Mal für Hoffenheim zweistellig getroffen hat.
St. Pauli setzt dagegen auf Erfahrung. Am letzten Spieltag lief die Mannschaft mit der ältesten Startelf nach dem Wiederaufstieg auf (29 Jahre im Durchschnitt). Das lag auch an der Rückkehr der beiden wichtigen Defensiv-Stützen Hauke Wahl und Eric Smith. Der 31-jährige Wahl hatte die vorherigen Spiele wegen einer Innenbandzerrung verpasst. Der 29-jährige Smith fehlte wegen Fersenproblemen.
Ist für die TSG Hoffenheim Platz zwei in dieser Saison möglich?
Sollte Hoffenheim gegen St. Pauli die Heimserie fortsetzen, würde die TSG in der Tabelle weiter oben aufschließen. Am Samstagabend spielen nämlich Borussia Dortmund und Bayern München im direkten Duell gegeneinander (18:30 Uhr). Beide Teams stehen aktuell vor den Kraichgauern. St. Pauli will dagegen wichtige Punkte im Abstiegskampf sammeln.