Bundesliga

Tore, Tore, Tore! VfB Stuttgart im Traditionsduell mit dem BVB unter Druck

Nach dem durchwachsenen Saisonstart muss der VfB gegen Dortmund punkten, will man nicht mit Sorgenfalten in die XXL-Länderspielpause gehen. Es ist ein Duell mit langer Geschichte.

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Stand

Von Autor/in Maximilian Springer

Wenn am Samstag um 18:30 Uhr das Topspiel der Bundesliga zwischen dem VfB Stuttgart und Borussia Dortmund (live im Audiostream auf Sportschau.de) angepfiffen wird, starten die Schwaben in einen ersten echten Stresstest der neuen Saison. Denn die bisherige Spielzeit lässt bei den Stuttgartern noch einige Fragen offen. Zuletzt zeigte sich der VfB gegen Hoffenheim defensiv fahrig, vorne fehlte die Durchschlagskraft. Um nicht mit nur drei Punkten aus den ersten vier Spielen in die neue dreiwöchige Länderspielpause zu gehen, muss das Team von Sebastian Hoeneß nun punkten.

VfB Stuttgart gegen Borussia Dortmund steht für Tore satt

Das Duell der Weiß-Roten gegen die Schwarz-Gelben ist das torreichste Aufeinandertreffen der Bundesliga-Historie. In den 112 Spielen fielen 381 Tore (193 für den BVB, 188 für die Schwaben), ein 0:0 gab es letztmals 2006. Spektakel scheint in der ausverkauften Stuttgarter Arena also garantiert.

VfB Stuttgart geht mit starker Heimbilanz in die Partie

Das ausverkaufte Stadion könnte für den VfB zu einem wichtigen Faktor werden. Immerhin verloren die Schwaben von den letzten 12 Heimspielen nur ein einziges. Gegner in diesem Spiel: Borussia Dortmund am 28. Spieltag der vergangenen Saison. Damals überrumpelten Karim Adeyemi und Julian Brandt den VfB mit zwei Toren in der Nachspielzeit. Beide Torschützen laufen am Samstag aber nicht mehr für den BVB auf, Adeyemi geht mittlerweile für den FC Barcelona auf Torejagd, Brandt spielt für Ajax Amsterdam.

BVB ist Deniz Undavs Lieblingsgegner

Vor der bitteren 0:2-Niederlage im April blieben die Stuttgarter in sieben Pflichtspielen gegen Dortmund ungeschlagen. Eine Serie, die auch maßgeblich von Toren des Stuttgarter Nationalstürmers Deniz Undav geprägt wurde. In dieser Saison ist Undav noch ohne Treffer, gegen den BVB trifft der Topstürmer der Schwaben aber besonders gern: In seiner Bundesliga-Karriere erzielte der 30-Jährige gegen keinen Klub mehr Tore als gegen die Schwarz-Gelben (sechs). Gut möglich also, dass Undav gegen den BVB seinen Tor-Bann bricht. 

Verbessert sich der VfB in der Chancenverwertung?

Auf einen erlösenden Treffer wartet auch Dzenan Pejcinovic. Nach seinem gelungenen Einstand beim 4:0-Sieg in Rostock, bei dem der Neuzugang der Stuttgarter drei Mal traf, blieb der 21-Jährige in den ersten drei Bundesligaspielen ohne Tor. Der gebürtige Münchner gab zwar sieben Torschüsse ab, vergab aber seine beiden Großchancen und hat beim VfB damit aktuell die schwächste Abschluss-Effizienz. Pejcinovic steht damit stellvertretend für ein VfB-Problem in der noch jungen Bundesliga-Saison.

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Pfeifkonzert für Ex-Käpt'n Waldemar Anton scheint vorprogrammiert

Emotional dürfte der Abend für BVB-Abwehrmann Waldemar Anton werden. Der 30-Jährige trug von 2020 bis 2024 selbst das Trikot mit dem Brustring, führte den VfB als Kapitän zur Vizemeisterschaft 2024. Trotz eines Treuebekenntnis zum VfB verließ Anton die Schwaben im Sommer des selben Jahres Richtung Dortmund. Ein Umstand, den ihm die VfB-Fans bis heute nicht verziehen haben. Höchstwahrscheinlich wird auch am Wochenende jede Ballberührung des Verteidigers von einem lauten Pfeifkonzert des Stuttgarter Publikums begleitet.

Es ist also alles angerichtet für einen stimmungsvollen Fußballabend unter Flutlicht, wenn der VfB und der BVB zum insgesamt 124. Mal aufeinander treffen (48 VfB-Siege, 49 BVB-Siege, 26 Unentschieden). Und die bisher schwache Ausbeute von nur drei Punkten aus drei Spielen sollte den Schwaben auch nicht die Vorfreude verderben. 2025/26 hatte der VfB aus den ersten drei Partien ebenfalls nur drei Punkte geholt, vom vierten bis zum achten Spieltag folgten dann aber fünf Siege in Serie - und am Ende der Saison die Qualifikation für die Champions League.

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Maximilian Springer