Nullnummer zum Jahresabschluss: Der VfB Stuttgart und die TSG Hoffenheim haben sich am 15. Spieltag der Bundesliga 0:0 getrennt. Damit halten beide Kontrahenten den Kontakt zu den Spitzenteams. Hoffenheim hat 27 Punkte auf dem Konto, der VfB einen weniger.
"Wir haben einen extrem starken Gegner zu bespielen gehabt. Wenn du hier mit einem Punkt aus dem Stadion wegfährst, dann ist sicher keiner enttäuscht. Trotzdem sind aktuell auch in der Verfassung, dass wir sagen: 'Wir wollen hier als Sieger vom Platz gehen'", sagte TSG-Trainer Christian Ilzer im Sportschau-Interview. Sein Kollege Sebastian Hoeneß hatte "gemischte Gefühle" nach dem Abpfiff: "Grundsätzlich ist ein Punkt zu wenig, aber zufrieden bin ich mit der Leistung. Ich finde, dass wir gegen einen sehr guten Gegner über weite Strecken ein gutes Spiel gemacht haben."
Für den VfB endet damit eine besondere Serie in der eigenen Arena. Zuletzt hatte es in 20 Heimspielen immer einen Sieger gegeben. Elf Mal gewann der VfB, neun Mal der Gegner. Das letzte Unentschieden hatte es im Oktober 2024 gegeben - beim 1:1 gegen die TSG Hoffenheim.
Wie die Trainer vor dem Anpfiff angekündigt hatten, agierten beide Teams vom Anpfiff weg mit viel Intensität. Die erste gefährliche Torannäherung verzeichneten die Gäste, doch Finn Jeltsch konnte Tim Lemperles Abschluss zur Ecke blocken (9.). Dann zeigte sich auch der VfB erstmals in der Offensive, doch Josha Vagnomans Querpass fand keinen Mitspieler im Zentrum (13.).
Nur wenig Torgefahr vor der Pause
Die Kontrahenten neutralisierten sich über weite Strecken der Anfangsphase. So dauerte es bis zur 23. Minute, bis sich die erste große Chance für den VfB ergab. Deniz Undav bediente Jamie Leweling, dessen Schuss aus 22 Metern ganz knapp am Pfosten vorbeirauschte.
Ansonsten blieb es vorerst dabei, dass beide Abwehrreihen äußerst aufmerksam agierten und dem Gegner kaum nennenswerte Aktionen gestatteten. Je näher der Halbzeitpfiff rückte, desto zerfahrener wurde das Geschehen. Dann gab es sie doch noch, die große Chance auf das 1:0 für den VfB. Eine Flanke von Leweling legte Nikolas Nartey per Kopf für Tiago Tomas, der aus kurzer Distanz an Nationalkeeper Oliver Baumann scheiterte - eine starke Parade (43.).
Al-Dakhil ersetzt Jeltsch beim VfB
Zu Beginn der zweiten Halbzeit ersetzte beim VfB Ameen Al-Dakhil den angeschlagenen Jeltsch. Am Spielverlauf änderte sich dagegen zunächst wenig. Verbissen geführte Zweikämpfe prägten das Geschehen. Beispielhaft war Lemperles Check gegen VfB-Verteidiger Jeff Chabot - der Hoffenheimer kam um eine Verwarnung herum.
Die erste Möglichkeit des zweiten Abschnitts hatte die TSG. Fisnik Asllani wurde auf der auf der rechten Seite angespielt und bediente Albian Hajdari. Der Defensivmann kam von der Strafraumkante zum Abschluss, doch Alexander Nübel packte sicher zu (59.). Kurz darauf stand der Torhüter erneut im Fokus, als er gegen den eingewechselten Andrej Kramaric ran musste und den Ball ins Zentrum faustete, wo der VfB klären letztlich konnte (65.).
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Vier Minuten später kam Maximilian Mittelstädt nach Ablage von Leweling direkt zum Schuss, doch sein Volley geriet zu zentral, um Baumann in Schwierigkeiten zu bringen. Der VfB erhöhte nun die Schlagzahl: Leweling flankte, Undav kam völlig frei zum Kopfball - knapp vorbei (73.). Das Spiel war jetzt offener. Hoffenheims Vladimir Coufal schlug von der rechten Seite eine scharfe Flanke vors VfB-Tor, wo Al-Dhakhil in höchster Not zur Ecke klärte (78.). In der Schlussphase investierten die Stuttgarter mehr in die Offensive. In der Nachspielzeit erzielte dann Undav den vermeintlichen Siegtreffer, doch der Nationalspieler hatte knapp im Abseits gestanden (90.+2).
In drei Wochen geht es schon weiter
Für beide Teams steht nun die (kurze) Winterpause an. Schon am 10. Januar geht es in der Bundesliga weiter. Die TSG Hoffenheim gastiert dann bei Werder Bremen (15:30 Uhr). Der VfB Stuttgart muss zum Spitzenspiel bei Bayer Leverkusen antreten (18:30 Uhr).