Der MSV Duisburg setzte sich nach einer effizienten und abgeklärten Vorstellung mit 4:1 (2:0) beim SV Waldhof Mannheim durch. Die Kurpfälzer agierten teilweise gefällig, es fehlte der Mannschaft von Trainer Luc Holtz aber an der letzten Konsequenz. Für diese sorgten bei den Meiderichern Dominik Kother mit einem Doppelpack (8. Minute, 41.), Lex Tyger Lobinger (48.) sowie Thilo Töpken (81.). Dem SVW gelang durch Felix Lohkemper (61.) nur der Ehrentreffer (61.).
Während der MSV als Vierter mit nun 60 Zählern aus 33 Spielen weiterhin auf den Sprung in die 2. Bundesliga hoffen darf, liegt der SV Waldhof (47) aktuell auf Rang elf.
Für den SV Waldhof Mannheim ging es gegen den MSV trotz zuletzt vier Spielen ohne Niederlage (inklusive Landespokal) tabellarisch nicht mehr um allzu viel. Der Druck vor der Partie war für Duisburg deutlich größer. Die Zebras hatten zuletzt im Aufstiegsrennen der 3. Liga etwas an Boden verloren.
"Der Dicke kann es einfach nicht lassen": Terrence Boyd hängt noch eine Saison dran
Die Waldhof-Fans im Mannheimer Carl-Benz-Stadion durften bereits kurz vor dem Anpfiff jubeln, denn es wurde bekanntgegeben, dass Publikumsliebling Terrence Boyd seinen zum Saisonende auslaufenden Vertrag bis 2027 verlängert hat. "Der Dicke kann es einfach nicht lassen", hieß es diesbezüglich von Seiten des Klubs. Ursprünglich hatte der 35-jährige Stürmer, der gegen den MSV zunächst Ersatz war, angekündigt, nach der aktuellen Spielzeit seine Karriere beenden und vom Rasen auf die Trainerbank wechseln zu wollen.
Dominik Kother mit dem frühen Treffer für den MSV Duisburg
Dementsprechend beflügelt startete der SVW in die Partie und hatte bereits in den Anfangsminuten durch Kushtrim Asallari und Lovis Bierschenk (3.) erste Abschlüsse. Die kalte Dusche für die Gastgeber folgte aber kurz darauf: Kother brachte den MSV nach Vorlage von Joshua Bitter aus Nahdistanz in Führung (8.), nachdem er zuvor Waldhof-Keeper Thijmen Nijhuis ausgespielt hatte.
In der 15. Minute forderte Mannheim einen Elfmeter, als Duisburgs Rasim Bulic an der eigenen Strafraumgrenze im Luftduell SVW-Angreifer Masca unsanft zu Boden rempelte, doch Schiedsrichter Konrad Oldhafer entschied auf Weiterspielen, weil der MSV-Profi Ball und Gegner getroffen hatte. Eine vertretbare Entscheidung. Rund zehn Minuten später rettete Keeper Maximilian Braune Duisburg die knappe Führung, als er einen Schuss von Bierschenk aus knapp 14 Metern stark mit einer Hand parierte (24.).
MSV Duisburg schlägt kurz vor der Halbzeit erneut zu
Ansonsten standen die Zebras in der Defensive meist sicher, ließen nicht viel zu und lauerten auf Umschaltaktionen. Und genau so fiel auch der zweite Treffer für die Meidericher: Mannheims Vincent Thill verlor kurz hinter der Mittellinie in der eigenen Hälfte den Ball gegen MSV-Angreifer Lobinger. Der frühere FCK-Profi marschierte frei auf das Waldhof-Tor zu und setzte den Ball an den Pfosten. Den Abpraller verwertete erneut Kother mit einem satten Schuss ins SVW-Tor zum 2:0 für die Gäste. Mit diesem Ergebnis ging es dann in die Pause.
Kurz nach der Pause erhöhte Lobinger nach starken Steckpass von Florian Krüger auf 3:0 für den MSV. Der 27-Jährige lupfte den Ball bei seinem Treffer ganz leicht und technisch anspruchsvoll über Nijhuis (48.). Der SV Waldhof antwortete etwas mehr als zehn Minuten später und traf durch den gerade eingewechselten Lohkemper von halbrechts zum 1:3 aus Sicht der Kurpfälzer (61.).
In der Folge kamen beide Mannschaften zu guten Gelegenheiten. Patrick Sussek vergab etwa für die Gäste zunächst aus Nahdistanz (65.), ehe der mittlerweile eingewechselte Boyd das Duisburger Tor nur um Zentimeter verfehlte (67.).
Thilo Töpken macht den Deckel drauf
In der Schlussphase beruhigte sich das Spiel etwas. Duisburg war um Spielkontrolle bemüht, dem SVW fehlten die Mittel, um noch einmal zurückzuschlagen. Einen Konter veredelte schließlich Töpken zum 1:4-Endstand. Aufgrund der Effizienz und der abgeklärteren Spielweise war der Auswärtssieg der Zebras verdient, wenn er auch zu hoch ausfiel.
Waldhof Mannheim nächste Woche beim SV Wehen Wiesbaden
Weiter geht es für beide Teams am kommenden Wochenende: Der MSV Dusiburg empfängt am Samstag (18.04., 14 Uhr) die Zweitvertretung der TSG Hoffenheim, während der SV Waldhof Mannheim am Sonntag (19.04., 19:30 Uhr) beim SV Wehen Wiesbaden ran muss.