Erleichterung beim SV Waldhof Mannheim: Nach drei Niederlagen in Folge hat die Mannschaft von Trainer Luc Holtz gegen das formstarke Rot-Weiss Essen einen Heimsieg eingefahren. Die Treffer beim 6:1 (2:0) fielen durch Felix Lohkemper (11. Minute), José-Enrique Rios Alonso (25., Eigentor), Nicklas Shipnoski (76., 80., 89.) und Terrence Boyd (90.+5). Den Ehrentreffer für die Gäste erzielte Marek Jannsen (85.). Der Waldhof rückt dadurch ins Tabellenmittelfeld (12. Platz). Für die Essener, die zuletzt sieben Punkte in drei Spielen geholt hatten, war es die erste Auswärtsniederlage der Saison.
Lohkemper lässt die Heimfans mal wieder jubeln
Die Mannheimer begannen spielstark und gingen mit ihrer ersten gefährlichen Aktion in Führung. Lohkempers Direktabnahme nach einer Flanke von der rechten Seite ließ die Heimfans jubeln, nachdem sie 237 Minuten auf ein Tor zu Hause hatten warten müssen. Jakob Golz im Tor der Essener war bei dem von José-Enrique Rios Alonso abgefälschten Schuss chancenlos. Der Innenverteidiger der Essener sah Mitte der ersten Hälfte erneut unglücklich aus, als er nach einer Flanke von Mannheims Kennedy Okpala den Ball klären wollte und ins eigene Tor schoss. Für die Waldhöfer war es ein perfekter Start in diese Partie.
Mizuta wirbelt für Essen, Hoffmann an den Pfosten
Trotz der Zwei-Tore-Führung war es keine einseitige Partie: Die Essener kamen vor allem durch den linken Flügelspieler Kaito Mizuta immer wieder gefährlich vors Tor, nutzten aber ihre Gelegenheiten nicht. Und der Waldhof hätte kurz vor der Halbzeit nach einer Ecke beinahe das 3:0 erzielt: Der Kopfball von Niklas Hoffmann traf aber nur den linken Pfosten.
Waldhof verteidigt konzentriert, Essen sieht Rot
Nach der Pause waren die Gäste aus Essen deutlich aktiver und erhöhten den Druck. Doch die Mannheimer verteidigten souverän und ließen kaum hochkarätige Chancen zu. Als Essens Klaus Gjasula in der 68. Minute mit Roter Karte vom Feld musste, nahm er seinem Team den Schwung. Gjasula war mit gestrecktem Bein in Okpala gerauscht, hatte ihn aber nur gestreift.
Shipnoski trifft dreifach, auch Boyd darf jubeln
Die Waldhöfer blieben effizient: Shipnoski ließ zwei Verteidiger stehen, zog ab und hatte Glück, dass Verteidiger Michael Schultz seinen Schussversuch unhaltbar ins Tor abfälschte. Vier Minuten später setzte Shipnoski noch einen obendrauf. Nach einem Zuspiel von Okpala ging er leichtfüßig mit einem Haken an Torhüter Golz vorbei und versenkte zum 4:0.
Das Spiel war längst entschieden, daran änderte auch Janssens Ehrentreffer nichts mehr. Doch auch das war längst nicht der Schlusspunkt der Partie. In der 89. Minute schnürte Shipnoski per Elfmeter seinen Dreierpack. Bitter für Essen: Sascha Voelcke war zuvor im Zweikampf mit Michael Kostka abgehoben, obwohl er nicht getroffen wurde. Schiedsrichter Florian Lechner fiel auf die Schwalbe herein.
Und als wohl jeder im Stadion damit rechnete, dass kein weiterer Treffer mehr fallen würde, erzielte auch der eingewechselte Boyd noch sein Tor. Es war das Sahnehäubchen auf einem perfekten Nachmittag der Mannheimer.
Waldhofs schwierige englische Woche
Die Mannheimer hatten zuletzt drei Spiele in Folge verloren: 0:3 gegen Cottbus, 0:1 gegen Stuttgart II und 2:3 gegen Aachen. Mit dem souveränen Sieg gegen Essen kann die Mannschaft etwas beruhigter in die nächste englische Woche starten. Am Dienstag sind die Waldhöfer zu Gast beim TSV Havelse (19 Uhr).