130 große und kleine Segelboote sind am Samstag kurz nach 12 Uhr auf dem Bodensee vor Konstanz und dem Schweizer Ufer zur "Regatta der Eisernen" gestartet. Und sie alle schafften es am Ende ohne Zwischenfälle ins Ziel.
Die ersten Boote bei der Regatta waren in diesem Jahr schon nach etwa einer Stunde im Ziel, sagte Wettfahrtleiter Matthias Hagner dem SWR. Die Letzten haben gut drei Stunden gebraucht. Pünktlich ging es am Mittag los – bei bestem Wetter mit Sonne, Wind und angenehmen acht Grad, so Hagner.
Nach tödlichem Unglück vor der "Eisernen" jetzt GPS-Tracking auf der Anreise
Die "Regatta der Eisernen" gibt es bereits seit 50 Jahren. Die "Eiserne" fand 2024 allerdings nicht statt. Denn auf der Anreise zur Regatta war ein Boot auf dem Bodensee gekentert. Beide Segler, die an Bord gewesen waren, starben.
Wegen des tragischen Unglücks gab es in diesem Jahr verbesserte Sicherheitsmaßnahmen, so der Regattaleiter. Die GPS-Tracker, die alle Boote nutzen können, waren erstmals auch zur An- und Abreise freigeschaltet. Das bedeutet, dass Segelboote auch vor und nach der Regatta überwacht werden konnten.
Eiserne Seglerinnen und Segler nicht nur aus Deutschland, Österreich und der Schweiz
Die Segelcrews kamen in diesem Jahr unter anderem aus Lindau, Bregenz, Immenstaad und Bodman. Aber auch Seglerinnen und Segler von weiter her nahmen teil, beispielsweise die Akademische Segelgruppe Karlsruhe und die Porsche-Seglergemeinschaft Stuttgart. Sie hatten maximal vier Stunden Zeit für einen Rundkurs um vier Bojen im Konstanzer Trichter und vor Bottighofen und Münsterlingen.
Segelregatta auf acht Grad kaltem Bodensee
Damit die teilnehmenden Seglerinnen und Segler unbeschadet über die Ziellinie kommen konnten, gab es strenge Sicherheitsbestimmungen. So mussten alle jederzeit Schwimmwesten tragen. Wer eine Jolle oder sonstiges kenterbares Boot segelte, musste zudem einen Neopren- oder Trockenanzug an haben. Denn der Bodensee hat derzeit nur knapp acht Grad Celsius Wassertemperatur.
Die "Regatta der Eisernen" wird seit 1975 vom Deutsch-Schweizerischen Motorboot Club Konstanz (DSMC) organisiert. Sie gilt als eine der größten Binnenregatten Europas. Die Idee dazu entstand am Stammtisch des DSMC, erzählt der langjährige Regattaleiter Michael Lüth. Eigentlich eine Schnapsidee bei meist winterlichen Bedingungen, aber es meldeten sich tatsächlich 27 Boote zur ersten "Eisernen" an. In starken Jahren waren es später 220 Segelboote.