DEL

Adler Mannheim verlieren Spitzenspiel und Tabellenführung

Die Adler Mannheim haben im Spitzenspiel gegen den ERC Ingolstadt einen schwarzen Tag erwischt. Die Kurpfälzer verlieren die Tabellenführung und sind mit einem neuen Problem konfrontiert.

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Stand

Von Autor/in Michael Richmann

Nach dem 13-Tore-Spektakel gegen die Eisbären Berlin haben die Adler Mannheim das Spitzenspiel gegen den ERC Ingolstadt mit 2:5 (0:2, 0:1, 2:2) verloren. Peter Abbandonato (2. Minute), Jakin Smallwood (7.), Alex Breton (37.) Philipp Preto (42.), Abbott Girduckis (45.) besiegelten die Niederlage, die Mannheim die Tabellenführung kostete. Matthias Plachta (57.) und Nicolas Mattinen (59.) konnten nur etwas Ergebniskosmetik betreiben. Neuer Spitzenreiter sind die Kölner Haie, die ihr Feiertagsspiel gegen die Fishtown Pinguins mit 3:0 gewannen.

Adler Mannheim geraten früh in Rückstand

Das erste Drittel ging klar an die Gäste. Mannheim ließ den ERC Ingolstadt spielen und die Oberbayern nutzten den Platz für die frühe Führung. Es dauerte gerade einmal 73 Sekunden, bis Peter Abbandonato den Puck das erste Mal über die Linie schob (2. Minute). Auch im Anschluss konnten die Adler nicht verhindern, dass Ingolstadt das neutrale Drittel immer wieder schnell überbrückte und den dadurch entstehenden Raum für eigene Angriffe nutzte. Mit dem erwartbaren Resultat: Jakin Smallwood erzielte den zweiten Ingolstädter Treffer (7.). Anschließend kam Mannheim besser ins Spiel und wäre in der letzten Minuten des ersten Drittels fast zum Anschlusstreffer gekommen. Doch Nicolas Mattinen traf mit seinem Schlagschuss nur die Latte (20). So gingen die Adler mit einem 0:2-Rückstand in die Pause. "Im ersten Drittel haben wir halt einfach geschlafen", sagte Yannick Proske im Streamingdienst "Magenta".

Auf den Beginn des zweiten Drittels mussten die 12.593 Zuschauer eine Weile warten. Ein Riss in einer Plexiglas-Scheibe hinter dem Tor machte eine längere Reparatur nötig. Mannheim startete danach mit mehr Elan ins zweite Drittel, setzte sich immer vor dem Ingolstädter Tor fest und erspielte sich Chance um Chance. Weil Marc Michaelis (28.), Lukas Kälble (29.), John Gilmour, Kris Bennett (beide 31.) und Zach Solow (34.) allesamt das Tor verfehlten und Adler-Keeper Maximilian Franzreb den Schuss von Alex Breton (37.) durch die Beine rutschen ließ, musste die Mannheimer im letzten Drittel einen 0:3-Rückstand aufholen.

Adler Mannheim lassen sich auskontern

Was auch immer sie sich für das letzte Drittel vorgenommen hatten, es ging schief. Denn Philipp Preto (42.) und Abbott Girduckis (45.) zerstörten die Mannheimer Hoffnung, das Spiel noch zu drehen. Immerhin gelang Matthias Plachta noch der Ehrentreffer (57.). In der Schlussphase ließ sich Leon Gawanke nach einem Crosscheck auf eine Schlägerei mit Myles Powell ein - für beide war das Spiel daraufhin beendet. Mannheim nutzte die aus dem Crosscheck resultierende Überzahl zum 2:5 durch Nicolas Mattinen (59.).

Vor dem Auswärtsspiel bei den Augsburger Panthern (Sonntag, 19 Uhr) müssen die Adler Mannheim an ihrer Defensive arbeiten. Es war das zweite Spiel in Serie, in dem das Team von Trainer Dalles Eakins fünf Gegentore hinnehmen musste. Insgesamt haben die Kurpfälzer in den vergangenen vier Spielen 18 Gegentreffer kassiert - ungewohnt für die beste Abwehr der Liga.