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Sieg Nummer vier: MMA-Profi Alina Dalaslan besteht Härtetest in Köln

Nächster Kampf, nächster Sieg für die Balinger MMA-Kämpferin Alina Dalaslan. Die 25-Jährige gewann ihren Kampf in der Kölner Lanxess Arena gegen Katharina Lehner nach Punkten.

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Von Autor/in Pirmin Styrnol

Am Ende reckte einmal mehr sie die Fäuste in Höhe: Alina Dalaslan aus dem Planet Eater Gym in Balingen. Nach einem intensiven Duell im Co-Main-Event vor 20.000 Zuschauern in der Kölner Lanxess Arena setzte sie sich gegen ihre in Denver (USA) lebende deutsche Kontrahentin Katharina Lehner letztlich in drei Runden durch.

Schon vor dem Kampf hatte sich das "Team Dalaslan" siegessicher gezeigt. "Alina ist mental stark und top vorbereitet, auch wenn es kurzfristig war", erklärte ihr Bruder Malik Dalaslan am Samstagabend gegenüber SWR Sport. "Das zeigt einfach, wie mutig und ehrgeizig sie ist – sie scheut keine Herausforderung", so der 20-Jährige, der seine große Schwester zum Kampf nach Köln begleitete. Tatsächlich hatte die Athletin dem Kampf erst vor rund zwei Wochen zugesagt - eine sehr kurze Vorbereitungszeit für ein Duell mit einer derart erfahrenen Gegnerin.

Dennoch hatte Alina Dalaslan gegenüber SWR Sport keine Zweifel an einem Sieg zugelassen und erklärt, ständig an "neuen Waffen" zu arbeiten: "Alles, was man von mir sieht, ist nur ein kleiner Teil dessen, was ich wirklich kann", so Dalaslan selbstsicher. Diese technische Varianz stellte die 25-Jährige auch am späten Samstagabend unter Beweis. In ihrem zweiten Kampf innerhalb von gerade einmal 28 Tagen zeigte Dalaslan eine konzentrierte Leistung gegen eine aggressive Gegnerin, die es der gebürtigen Illertissenerin schwer machte, ihren Rhythmus zu finden.

Lehner mit viel Druck zu Beginn

Die um zehn Jahre ältere und mit 16 Kämpfen (9 Siege, 7 Niederlagen) deutlich erfahrenere Katharina Lehner suchte vor allem zu Beginn des Duells ihr Glück in druckvollen Offensivaktionen und schaffte es, Dalaslan immer wieder in den Rückwärtsgang zu zwingen. Lehner führte die erste Runde von der Ringmitte aus, doch es war Dalaslan, die mit mehreren Kombinationen die besseren Treffer setzen konnte. Dennoch - eine enge erste Runde.

Wie schon in ihren vorangegangen Kämpfen stellte Dalaslan in der zweiten Runde mit ihrer Führhand schnell Distanz her, übernahm nach der Hälfte der Runde mehr und mehr die Ringmitte und trieb ihre Gegnerin mit kurzen Kombinationen durch den Käfig. Lehners Offensivaktionen wurden nun zwar langsamer, dennoch versprühte die Wahl-Amerikanerin stets Gefahr. Dalaslan blieb aber die stärkere Kämpferin.

Dalaslan kontrolliert das Geschehen

Das änderte sich auch in der dritten Runde nicht. Aufgrund der sogenannten "Open Scoring"-Regelung, dem Offenlegen der Punktrichterwertung nach jeder Runde, wussten zu Beginn von Runde drei beide Kämpferinnen bereits, dass Dalaslan nach Punkten fast uneinholbar vorne lag. Die mittlerweile aus einem Cut auf der Stirn stark blutende Lehner versuchte daher noch einmal mit wilden Attacken einen Knockout zu erzwingen, die Versuche blieben jedoch erfolglos. Dalaslan konterte die heranstürmende Lehner ein ums andere Mal aus. So siegte Alina Dalaslan letzten Endes verdient und einstimmig nach Punkten.

Noch im Käfig bedankte sich Dalaslan bei den Zuschauern in Köln: "Es hat verdammt viel Spaß gemacht", so die die Kämpferin, die sich nun Hoffnungen auf einen Titelkampf machen darf: "Vielleicht sogar schon im Januar in Stuttgart", so Dalaslan nach dem Kampf. Am 31. Januar 2026, weniger als ein Jahr nach ihrem Profi-Debüt, könnte für Alina Dalaslan in der Hanns-Martin-Schleyer-Halle in Stuttgart also schon der Griff zum Oktagon-Titel folgen.

Arijan Topallaj gewinnt blutigen Kampf gegen Hassan Kayani

Der ebenfalls aus dem Balinger Planet Eater Gym stammende Arijan Topallaj hatte wenige Stunden zuvor für eine weitere Südwest-Siegerfaust gesorgt. Der 26-Jährige holte sich in einem intensiven Duell gegen Hassan Kayani einen einstimmigen Punktsieg. Beide hatten sich schon vor vier Jahren gegenüber gestanden. Damals hatten die Punktrichter ein Unentschieden gewertet.

Im Hauptkampf des Abends überraschte der Kroate Ivica Truscek mit einem Sieg durch technischen Knockout gegen den hochfavorisierten Christian Eckerlin.

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Pirmin Styrnol
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