Der Bundesliga-Aufstieg im vergangenen Sommer war bereits ein Highlight für die Barock Volleys. Dass die Ludwigsburger nach der abgelaufenen Hauptrunde einen hervorragenden sechsten Platz belegten, ist fast schon eine sportliche Sensation. In den Playoffs treffen die Ludwigsburger im Viertelfinale auf den drittplatzierten VfB Friedrichshafen. Im Best-of-three-Modus haben die Häfler Heimrecht. Das erste Spiel steigt am Sonntag, 29. März, in Friedrichshafen (17:30 Uhr). Auch das potenziell entscheidende dritte Spiel würde am Bodensee austragen.
Die Überraschungsmannschaft
Für einen Aufsteiger ist das Bundesliga-Umfeld eine große Herausforderung. Das Niveau ist hoch, ebenso die Trainingsintensität und der Zeitaufwand. Doch Ludwigsburg hatte in seiner Premieren-Saison kaum Anpassungsschwierigkeiten. Bereits früh in der Saison war klar, dass die Barock Volleys dem Niveau der Spielklasse gewachsen waren. In der Hauptrunde standen die Ludwigsburger nie schlechter als auf Platz acht. Für viele ist der schwäbische Aufsteiger das Überraschungs-Team der Liga.
Aufsteiger = Underdog?
Die anstehenden Playoffs sind für Kapitän Ben-Simon Bonin "die Kirsche auf der Sahnetorte". Für die Spieler und die Zuschauer werden die kommenden Wochen seiner Meinung nach "einfach gut". Im Club sind sich alle der Rolle des Underdogs bewusst. Immerhin geht es den 13-maligen deutschen Meister VfB Friedrichshafen. Verstecken will sich trotzdem niemand. Warum auch? In der Hauptrunde konnten die Barock Volleys eines der zwei Spiele gegen die Häfler gewinnen.
"Time To Enjoy"
Ludwigsburg will die Playoffs genießen. "Der Druck liegt auf der anderen Seite des Netzes" sagte Ludwigsburgs Trainer Hasse Mattila. "Friedrichshafen muss gewinnen. Wir können dahinfahren und Spaß haben." Bei aller Freude wollen die Ludwigsburger zeigen, dass sie sich die Playoffs verdient haben.
Wie geht's weiter?
Die Barock Volleys wollen sich mittelfristig in der Bundesliga etablieren. Die Vorbereitungen hierfür laufen auf Hochtouren. Mit Patrick Steuerwald, dem ehemaligen Spieler und Co-Trainer des Playoff-Gegners Friedrichshafen, kommt zur kommenden Saison ein neuer Trainer in die Barockstadt. Steuerwald war in den vergangenen fünf Jahren Coach bei Ligakonkurrent ASV Dachau.
Mit Jan Huber wurde außerdem der Vertrag eines aktuellen Leistungsträgers verlängert. Die konstante Arbeit der vergangenen Jahre soll fortgeführt, die Professionalisierung des Clubs vorangetrieben werden. Doch vor der neuen Saison kommen die Playoffs - und damit das nächste Highlight für die Barock Volleys.