In einer packenden Begegnung der Basketball-Bundesliga (BBL) haben die Riesen Ludwigsburg die Rostock Seawolves mit 81:78 (41:43) besiegt. Für die Riesen war es nach dem 77:86 im Derby in Ulm der erste Sieg im zweiten Spiel. Rostock hat es dagegen verpasst, den Start (Heimsieg gegen Hagen) zu veredeln.
Die Riesen starteten mit einem Turnover in die Begegnung. Und die Rostocker ließen sich nicht lange bitten: Artur Konontsuk versenkte direkt den ersten Versuch jenseits der Drei-Punkte-Linie. Bei Ludwigsburg lief dagegen in den ersten Minuten gegen eine aggressive Deckung nur wenig zusammen.
Während die Seawolves im Verlauf des ersten Viertels immerhin regelmäßig punkteten, blieb die Quote bei den Riesen schwach. Nach knapp zehn Minuten hatten die Gastgeber gerade einmal sieben Punkte auf dem Konto. Dann wurde es wild. Erst traf Elijah Hughes per Dreier für die Riesen, dann konterte Robin Amaize per Buzzer Beater aus der eigenen Hälfte - 10:20.
Spannung zur Pause
Im zweiten Viertel wurde das Spiele deutlich offener, beide Teams punkteten nun häufiger. Und die Riesen kamen jetzt besser in den Rhythmus, verkürzten den Abstand. Dann klaute Ishmael Leggett den Ball beim Einwurf und ermöglichte die nächsten beiden einfachen Punkte. Rostock konterte in Person von Zach Copeland, der einen Dreier fast aus der Drehung versenkte. Zur Halbzeit stand es 41:43, Spannung war also garantiert.
Auch im dritten Viertel wurde den Zuschauern attraktiver Basketball geboten. Ludwigsburg war nun drin im Spiel. Die Seawolves hielten durch die Dreier von
Todd Withers dagegen. Ein echtes Gefühl von Aufholjagd wollte aus Sicht der Riesen nicht aufkommen. Und doch waren die Gastgeber, auch dank einiger Unzulänglichkeiten der Rostocker, vor den letzten zehn Minuten noch in Schlagdistanz - 57:64.
Riesen Ludwigsburg drehen das Spiel
Im letzten Viertel wurde die Begegnung immer umkämpfter, beide Teams schenkten sich nichts. Vier Minuten vor dem Ende waren die Riesen bis auf drei Punkte heran gekommen und hatten Ballbesitz. Und tatsächlich verkürzte Justin Kier auf einen Zähler. In den letzten Minuten wurde das Spiel zur Nervenprobe.
Eine Minute und drei Sekunden vor der letzten Sirene glichen die Gastgeber erstmals im Spiel aus. Rostock vergab den nächsten Angriff und Yorman Polas Bartolo brachte mit der ersten Führung die Halle zum Kochen. Als Kier mit zwei Freiwürfen auf 79:75 erhöhte, schien alles für Ludwigsburg zu sprechen. Doch Copeland machte die Sache mit seinem Dreier von ganz weit draußen noch einmal heiß. Bei drei Punkten Rückstand gehörte Copeland auch der letzte Wurf, um die Overtime zu erreichen, doch sein Versuch sprang vom Ring wieder ins Feld.