Vizemeister verliert gegen Pokalsieger

BBL: Starke Bamberger gewinnen in Ulm

Ratiopharm Ulm hat sein Heimspiel in der Basketballbundesliga gegen die Baskets Bamberg mit 73 zu 89 verloren. Der Vizemeister war gegen den Pokalsieger am Ende chancenlos.

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Von Autor/in Jürgen Klotz

Mit Trainer Anton Gavel wurde ratiopharm Ulm vor zwei Jahren Deutscher Meister. Am Samstagabend hatten die Ulmer gegen Anton Gavel und seine Bamberger keine Chance.

Starker Ulmer Beginn

Die ersten Minuten des Spiels gehören einem Ulmer - Tobias Jensen beginnt hellwach. Nach fünf gespielten Minuten hat er schon sechs Punkte erzielt und sechs Rebounds gesammelt. Im Gegenzug fehlt Bamberg ein wenig Geduld für gute Würfe. In der Auszeit kritisiert Bambergs Trainer Anton Gavel sein Team für das schlechte Rebounding. Außerdem ist ihm die Abwehr seiner Jungs zu schläfrig. Die Ulmer sind das bessere Team im ersten Viertel, die Führung nach zehn Minuten entsprechend verdient (23:16).

Das zweite Viertel gehört Bamberg

Mit einem Alley-Oop-Zuspiel von Nelson Weidemann auf Joel Soriano startet Ulm in den zweiten Durchgang. Danach gerät das Topspiel etwas ins Stocken, weil viele Würfe daneben fallen. Dass Christian Sengfelder für Ulm einen Dunking daneben stopft, ist ein bisschen sinnbildlich für das Spiel. Ulm liegt Mitte des zweiten Viertels zweistellig vorne (31:21). Anton Gavel nimmt die Auszeit und findet offenbar die richtigen Ansagen. Bamberg kann Ulm jetzt zu Fehlern zwingen und den Rückstand Punkt für Punkt verkürzen. Ulm ist mit der Pausensirene nur noch ein Pünktchen vorne (41:40).

Das Spiel verliert an Qualität

Auch zu Beginn der zweiten Halbzeit flutscht es bei beiden Teams noch nicht so richtig. Es sind dann die Bamberger, die wieder ins Spiel finden. Mit Einzelaktionen holen sie sich schnelle Punkte. Ulm fehlen in dieser Phase Ideen im Spielaufbau. Insgesamt ist das dritte Viertel nicht hochklassig, es ist geprägt von aggressiver Verteidigung auf beiden Seiten. Bamberg geht mit einer 59 zu 57 Führung ins letzte Viertel.

Bamberg holt sich beinahe meisterlich den Sieg

Und die Gäste spielen weiter mit breiter Brust. Bis zur Mitte des letzten Durchgangs führen sie zweistellig (62:72). Auch die Auszeit von Trainer Ty Harrelson bringt für Ulm keine Wende mehr. Bamberg beendet das Spiel im Stil einer Spitzenmannschaft.

Den Unterschied zwischen beiden Mannschaften präsentiert Zach Ensminger kurz vor Schluss. Artistisch und mit viel Einsatz macht er einen Korb plus Bonus-Freiwurf. Der Bamberger Auftritt in Ulm war mit Blick auf die Playoffs beinahe meisterlich. In einem starken Bamberger Team ragt Ibi Watson mit 18 Punkten als Topscorer heraus. Bester Werfer für ratiopharm Ulm ist Tobias Jensen mit 17 Punkten.

Für Ulm geht es am Mittwoch in der Bundesliga mit einem Auswärtsspiel in Chemnitz weiter. Bamberg hat am kommenden Samstag Oldenburg zu Gast.

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Autor/in
Jürgen Klotz