Starke Reaktion auf Eurocup-Pleite

BBL: Ratiopharm Ulm gewinnt gegen Rasta Vechta

Ratiopharm Ulm hat sein Heimspiel in der Bundesliga gegen Rasta Vechta mit 77 zu 75 gewonnen. Der Sieg am Samstagabend war ein Lebenszeichen nach dem Eurocup-Debakel gegen Ankara.

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Von Autor/in Jürgen Klotz

Ulm startet überragend

Es hat in dieser Saison noch nicht viele Spiele gegeben, in die ratiopharm Ulm so stark gestartet ist wie an diesem Abend. 12 zu 3 führt das Team nach gut drei Minuten. Das sind viermal mehr Punkte als im gesamten ersten Viertel unter der Woche im Eurocup gegen Ankara. In der Neu-Ulmer Arena reiben sich manche verwundert die Augen. Die Gäste aus Vechta nehmen die erste Auszeit. An den Machtverhältnissen ändert das zunächst nichts. Ulm gewinnt ein starkes erstes Viertel mit 24 zu 12 - passender könnte der Zwischenstand beim selbsternannten Weihnachtsspiel nicht sein.

Tibor Pleiss bringt Vechta zurück

Vechta tut sich auch zu Beginn des zweiten Viertels mit der Ulmer Verteidigung schwer. Das Team von Cheftrainer Christian Held, das bislang unter anderem durch gute Distanzwürfe aufgefallen ist, kann das bis hierher noch nicht zeigen. Tibor Pleiss hält seine Mannschaft aber im Spiel. Pleiss, der vor kurzem auch bei ratiopharm Ulm im Gespräch war, hat nach 15 Spielminuten bereits zehn Punkte auf dem Konto. Mit seinen Zählern kommt Vechta langsam näher. Ulm scheint sich vom Vollgas-Basketball des ersten Viertels etwas ausruhen zu müssen. Halbzeitstand: 40 zu 34.

Vechta übernimmt die Führung

Vechta kommt stark aus der Kabine - und trifft von draußen. Brown und Pleiss machen die Neu-Ulmer Arena mit ihren Dreiern mucksmäuschenstill. Vechta übernimmt die Führung. Aber Nelson Weidemann ist für Ulm auch noch da. Sieben Punkte von ihm drehen das Blatt wieder. Es geht jetzt hin und her. Mit einem knappen Vorsprung geht Vechta in die letzten zehn Minuten (57:59).

Spannung bis zur letzten Sekunde

Im letzten Viertel wird es spannend. Kein Team kann sich wirklich absetzen. Für Ulm dreht jetzt Neuzugang Justin Simon auf. Seine Energie auf dem Feld erinnert ein wenig an Karim Jallow, der Ulm vor zwei Jahren zur Meisterschaft führte. Vechta lässt in den letzten zehn Minuten viele Punkte an der Freiwurflinie liegen. Das ist ein Grund, warum Ulm zwei Minuten vor dem Ende mit 72 zu 70 vorne liegt. Dem Ausgleich der Gäste lässt Weidemann den nächsten Dreier folgen. Verge wirft für Vechta beide Freiwürfe daneben. Mark Smith macht es für Ulm besser. Seine zwei verwandelten Freiwürfe machen den Deckel drauf. Ulm zittert sich zum 77 zu 75 Heimsieg.

Für ratiopharm Ulm geht es bereits am kommenden Mittwoch international weiter, mit einem Auswärtsspiel im Eurocup in Athen.

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Jürgen Klotz