Sieben Monate sind seit der Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro vergangen. Diese Zeit hat Olympiasiegerin Darja Varfolomeev auch zur Regeneration genutzt: "Ohne Gesundheit kann man auch nicht 100 Prozent beim Training zeigen. Und wenn du es schon beim Training nicht gibst, dann kannst du auch den Wettkampf auf keinen Fall so bestreiten wie geplant“, sagt Varfolomeev über die vergangenen Monate.
Varfolomeev besteht Führerscheinprüfung
In der wettkampffreien Zeit hat Dascha, wie sie genannt wird, auch einen dicken Haken auf ihrer Bucketlist gemacht, der Führerschein ist da. "Ich bin auch sehr glücklich darüber, weil es schon viele Momente in meinem Leben erleichtert“, freut sich die 19-Jährige vom TSV Schmiden.
WM der Rhythmischen Sportgymnastik 2026 in Frankfurt
Ihr ganzer Fokus liegt jetzt auf der Heim-Weltmeisterschaft im August 2026 in Frankfurt. Darja Varfolomeev ist fünfmalige Titelverteidigerin. Mit neuen Choreographien will die Weltmeisterin die Kampfrichterinnen überzeugen. Gespannt blickte die internationale Gymnastikszene auf ihre Performance am Wochenende beim "Gymnastik International" in Fellbach-Schmiden.
Neue Musik für Varfolomeevs Übungen
Zwei von vier Handgeräten präsentierte sie bei diesem traditionellen Saisonauftakt. Überraschend erklang zu ihrer Reifen-Übung eine neue Musik. Ganz spontan entschied sie sich, mit ihrer Trainerin Yulia Raskina weniger Tage zuvor für einen deutschen Song. Nämclich "Durch den Monsun" von Tokio Hotel. Noch ist das aber nicht in Stein gemeißelt. Den Kampfrichterinnen und dem Publikum in der Schmidener Halle hat es gefallen. Varfolomeev gewann das Reifenfinale mit 28,770 Punkten vor der Ungarin Vukmir und der Französin Karbanov.
"Es hat heute eigentlich relativ gut geklappt. Ich bin in die Routine reingekommen. Natürlich ist jetzt noch nicht alles perfekt, weil es ja auch, wie gesagt, der erste Wettkampf in der Saison ist, aber ich bin trotzdem zufrieden“, freut sich Varfolomeev.
Varfolomeev präsentiert neue Keulenübung
Im Mittelpunkt des Interesses ihre neue Keulenübung zur Musik "Dame un gurr", dem Latin-Pophit, der auch auf Social Media einen riesigen Hype auslöste. "Als mir meine Trainerin Julia dieses Lied gezeigt hat, habe ich mal gefragt, wussten Sie, dass das eigentlich ein Trend war? Und sie so, nein, das hat mir einfach so im Radio gefallen. Ich wundere mich auch immer noch, wieso das keiner genommen hat, weil das Lied schon sehr, sehr bekannt war. Ich glaube, das wird eine gute Übung, das wird zu mir passen“, freut sich die Olympiasiegerin.
Sportgymnastin im exklusiven Interview Olympiasiegerin Darja Varfolomeev: Heim-WM 2026 "ist mein größtes Ziel"
Für Sportgymnastin Darja Varfolomeev war 2025 ein Jahr voller Höhepunkte. Die Weltmeisterin vom TSV Schmiden hat am Rande des Finales um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft mit SWR Sport über ihr Jahr gesprochen.
Zweiter Sieg im zweiten Finale für Varfolomeev
Und wie es passte. Varfolomeev zeigte ihre gesamte Klasse. Der Nervosität geschuldet, passierte ihr nur ein kleiner Patzer gleich zu Beginn der Übung, aber danach brillierte sie mit ihrer Ausstrahlung, ihrer Akrobatik und ihrer Artistik. 28,900 Punkte - damit gewann Darja Varfolomeev auch das zweite Einzelgerätefinale in Schmiden.
Varfolomeev: Für mich ist wichtig, was ich für mich bin
Schnell wurde diese Übung in den sozialen Netzwerken von der internationalen Konkurrenz bewertet. "Also natürlich bekommt man alles mit, auch die Kommentare, Videos und alles, was gepostet wird. Aber ich finde alles, was uns niedriger macht, macht uns auch stärker. Ich bin eigentlich ganz neutral zu allen Kommentaren, ob die mich mögen oder nicht. Ich bin ich selbst und für manche bin ich die Beste, für manche nicht. Für mich ist wichtig, was ich für mich bin“, sagt Darja Varfolomeev und lächelt.