Die Adler Mannheim haben zum Auftakt der DEL-Saison beim EHC Red Bull München mit 3:4 nach Penalty-Schießen (0:1, 1:2, 2:0, 0:0, 0:1) verloren. Das Team von Trainer Dallas Eakins kämpfte sich nach Rückstand stark ins Spiel zurück, die von Oliver David gecoachten Münchner hatten im Penalty-Schießen aber die besseren Nerven.
Die Tore für die Gastgeber erzielten Dominik Kahun (6. Spielminute & 36.) und Moritz Warnecke (33.). Für Mannheim trafen Nicolas Mattinen (25.), Max Calce (48.) und Jérémie Poirier (50.). Im Penalty-Schießen trafen für München erneut Kahun und Chris DeSousa, für die Adler traf erneut Mattinen.
Adler Mannheim geraten in München früh in Rückstand
In der Münchner Arena brachte der deutsche Nationalspieler Kahun die Gastgeber schon nach sechs Spielminuten aufs Scoreboard. Der Rückkehrer an die Isar schoss den Puck unhaltbar für Adler-Torhüter Maximilian Franzreb ins rechte obere Kreuzeck. Mitte des ersten Drittels waren dann aber auch die Adler im Spiel angekommen. Münchens "Goalie" Mathias Niederberger entschärfte aber alle Versuche der Adler-Offensive.
Das zweite Drittel begann mit einem Schreckmoment: Eine abgefälschte Scheibe flog auf die Tribüne und traf einen Fan am Kopf. Die Partie musste kurz unterbrochen werden, der Fan ließ sich verarzten. Allem Anschein nach, kam er mit einem kleinen Cut an der Stirn davon (23.). Auf dem Eis geriet München wenig später in doppelte Unterzahl. Mannheim nutzte das eiskalt aus: Der Kanadier Nicolas Mattinen wuchtete die Scheibe zum verdienten Ausgleich ins Münchener Netz (25.).
Rückschläge für Mannheim im zweiten Drittel
Obwohl die Kurpfälzer weiterhin stark auf das 2:1 drückten, waren die Gastgeber einfach kaltschnäuziger. Nach etwas über einer halben Stunde brachten die Bayern einen strukturierten Angriff aufs Eis, den Moritz Warnecke mit seinem Treffer zum 2:1 veredelte (34.). Und nur drei Minuten später ließen sich die Adler dann auskontern: Kahun lief frei auf Franzreb zu und blieb im direkten Duell Sieger - 3:1 für den EHC Red Bull München (37.).
Drittes Drittel mit viel Drama
Im Schlussabschnitt flachte das Spiel zusehends ab - um dann zwölf Minuten vor der Schlusssirene nochmal hochspannend zu werden. Verantwortlich dafür war Adler Center Max Calce, der von der rechten Seite zum 2:3 traf (48.). Das Feuer bei den Adlern war nun entfacht und in der fünfzigsten Minute belohnten sich die Spieler von Trainer Eakins. Verteidiger Jérémie Poirier kam in Unterzahl an die Scheibe und drückte sie platziert zum 3:3 ins Münchner Tor. Das Powerplay der Gastgeber endete just im Moment des Treffers.
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Sehenswerte Auftaktpartie geht ins Penalty-Schießen
Mit 3:3 nach 60 Minuten ging es in die Overtime. In dieser erspielten sich beide Mannschaften Chancen im Sekundentakt. Die größte Möglichkeit vergab Adler-Angreifer Kris Benett. Er traf in der 63. Spielminute nur den Pfosten des Münchner Tores.
Die Partie entschied sich im Penalty-Schießen. Kahun und DeSousa trafen für die Gastgeber, für Mannheim blieb nur Mattinen Sieger im Duell mit dem Torhüter. Damit ging der Extra-Punkt nach einem dramatischen Spiel nach München.
Am zweiten Spieltag der Saison treffen die Vizemeister aus Mannheim auf den deutschen Meister, die Eisbären Berlin (20.9., 14 Uhr). München spielt bei den Grizzlys Wolfsburg (20.9., 16:30 Uhr).