Es wird ein gigantisches Eishockey-Highlight, und die Freude ist auch bei den Adlern aus Mannheim riesengroß. Die Olympischen Spiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo bringen erstmals seit zwölf Jahren wieder die besten Eishockey-Profis der Welt zusammen - und sind damit auch der beste "Gradmesser" für die deutsche Nationalmannschaft. Denn erstmals seit 2014 in Sotschi sind die NHL-Stars wieder bei Olympia dabei. Mit Top-Stars aus Nordamerika, wie die Ex-Mannheimern Leon Draisaitl, Tim Stützle und Moritz Seider, ist auch das deutsche Olympia-Team bestens bestück.
Am Mittwoch gab Bundestrainer Harold Kreis seinen 25-köpfigen Kader für Olympia bekannt (6. bis 22. Februar). Mit dabei sind auch sechs Cracks der Adler Mannheim. Die Kurpfälzer bilden damit die größte Vereinsgruppe der deutschen Mannschaft:
Franzreb beim Torhüter-Trio dabei
Torhüter Maxi Franzreb kam im Sommer aus Bremerhaven nach Mannheim. Der gebürtige Bad Tölzer spielt eine bärenstarke erste Saison bei den Adlern und hat sich seine Olympia-Nominierung redlich verdient. Der 29-Jährige hat aktuell eine der besten Fangquoten der DEL-Torhüter, besticht durch Ruhe und Reflexe.
Kälble und Gawanke verteidigen für das deutsche Team
Verteidiger Lukas Kälble (28) ist ein gebürtiger Mannheimer, der seine Juniorenzeit in Nordamerika verbrachte. 2023 kehrte er nach Deutschland zurück und spielte zunächst eine Saison in Bremerhaven, ehe er sich ein Jahr später wieder seinem Heimatverein Mannheim anschloss.
Neben Lukas Kälble verteidigt auch sein Teamkollege Leon Gawanke bei den Olympischen Spielen für Deutschland. Der 26-jährige gebürtige Berliner ist ein versierter und schussstarker Offensivverteidiger. Gawanke spielt seit Februar 2024 für die Adler.
Mannheimer Stürmer-Trio bei Olympia
Adler-Kapitän Marc Michaelis (30) ist wie Verteidiger Kälble ein gebürtiger Mannheimer. Der lauf- und spielstarke Mittelstürmer verbrachte nach seiner Jungadler-Zeit einige Jahre in Nordamerika, wo er es sogar auf 15 Spiele in der NHL brachte. Über die Schweiz kehrte Michaelis, ein Teamplayer par excellence, 2024 nach Mannheim zurück. Mit sechs Treffern und 24 Vorlagen in 37 DEL-Partien ist Marc Michaelis in der laufenden Saison einer der Top-Scorer der Adler.
Blitzschnell und quirlig - das ist Stürmer Justin Schütz. Der 25-jährige Flügelspieler war im Sommer von den Kölner Haien nach Mannheim gewechselt. Schütz, geboren in Kassel, war in seinen zwei Kölner Jahren mit 57 Treffern der beste deutsche Torschütze in der DEL. In der aktuellen Saison traf der Torjäger neunmal für die Adler.
Ein ganz anderer Spielertyp ist dagegen Alexander Ehl. Der gebürtige Landshuter, der 2025 aus Düsseldorf zu den Adlern geholt wurde, ist nicht der Mann für die spektakulären Aktionen, schließt aber mit seiner unglaublichen Laufstärke viele Lücken im Offensiv- und Defensivbereich. Bundestrainer Kreis hält große Stücke auf den 26-jährigen unermüdlichen Flügelstürmer. Ehl schoss in dieser Saison fünf Tore und bereitete sechs weitere vor.
Ein klarer Kandidat für Olympia wäre eigentlich auch Tom Kühnhackl gewesen. Dem Sohn der Eishockey-Legende Erich Kühnhackl klebt in dieser Saison allerdings großes Verletzungspech am Schläger. Der Mannheimer Leistungsträger, inzwischen 33 und nach wie vor einer der besten Defensivstürmer der DEL mit NHL-Vergangenheit, fällt erneut seit mehreren Wochen aus, weshalb er für Harold Kreis bei der Kader-Nominierung kein Thema war.
Zum Olympia-Auftakt in Mailand trifft Deutschland am 12. Februar auf Dänemark, zwei Tage später ist Lettland der Gegner. Zum Abschluss der Vorrunde warten die USA (15. Februar).
Bei den Frauen ist Tara Schmitz von den Maddogs Mannheim in Italien dabei
Der Name Mannheim taucht nicht nur bei den Männern, sondern auch im Olympia-Kader der Eishockey-Nationalmannschaft der Frauen auf. Bundestrainer Jeff MacLeod nominierte Verteidigerin Tara Schmitz von den Maddogs aus Mannheim für seinen 25-köpfigen Kader. In Mailand trifft die DEB-Auswahl der Frauen zum Auftakt am 5. Februar auf Schweden, weitere Vorrundengegner sind Japan, Frankreich und Gastgeber Italien.