Reiten | EM in A Coruña

EM-Aus für Hans-Dieter Dreher

Enttäuschung bei Hans-Dieter Dreher. Der 53-Jährige aus Eimeldingen musste sich bei der EM der Springreiter früh verabschieden. Die übrigen deutschen Reiter sind hingegen auf Medaillen-Kurs.

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Hans-Dieter Dreher ist bei der Europameisterschaft der Springreiter in A Coruña ausgeschieden. Der 53-Jährige aus Eimeldingen, der in A Coruña nicht zum deutschen Quartett gehört und mit seinem Pferd "Elysium" in der Einzelwertung startet, kassierte nach zwei Abwürfen im Zeitspringen in der zweiten Prüfung vier Strafpunkte. Als 51. verpasste er den Sprung unter die besten 50 damit hauchdünn.

Vor der EM hatte Dreher im SWR-Interview noch über die Erfüllung seines EM-Traums gesprochen. "Schon als kleines Kind habe ich da immer mitgefiebert. Ich freue mich jetzt riesig, dass es endlich mal geklappt hat. Schließlich bin ich ja schon in einem gewissen Alter", sagte Dreher.

Deutsche Reiter auf Medaillen-Kurs

Ansonsten ist die deutsche Equipe auf Medaillen-Kurs: Richard Vogel und die deutsche Springreit-Equipe haben am zweiten Tag der europäischen Titelwettkämpfe mit vier Nullritten auf ganzer Linie überzeugt. Im zweiten EM-Springen übernahm der 28-Jährige die Führung im Individual-Klassement und festigte mit dem deutschen Aufgebot vor dem Finale am Freitag zugleich den zweiten Platz in der Mannschaftswertung hinter Olympiasieger Großbritannien. Auch Olympiasieger Christian Kukuk mischt auf Rang sechs im Einzelranking vorn mit.

Er versuche, sich "keine Gedanken zu machen. Es ist noch eine lange Reise bis zum Einzelfinale", betonte Vogel nach seinem Ritt. "Wir denken jetzt an die Mannschaft, es ist sehr knapp. Es sieht vielversprechend aus - die Pferde sind alle gut gesprungen." Vogel und Spitzenpferd United Touch waren am Donnerstagabend überraschend bereits als bestes Team in den Parcours gestartet, nachdem der Vortagesbeste Daniel Coyle seine Teilnahme zurückgezogen hatte.

Den Nerven des Duos tat dies jedoch keinen Abbruch: Mit großer Ruhe und Übersicht sprangen sie zur Nullrunde. Auch die anderen deutschen Paare glänzten im spanischen Sand - anders als beim Zeitspringen am Vortag lag der Fokus diesmal vor allem auf Fehlerfreiheit. Dies gelang ausnahmslos - neben Kukuk blieben auch Marcus Ehning mit Coolio (19.) und Sophie Hinners mit My Prins (21.) fehlerfrei. 

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Michael Richmann
Michael Richmann ist Sportredakteur, Podcast- und Feature-Autor für SWR Sport und SWR Kultur.

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