"Die Schanze ist 76 Grad steil und dann fliegen wir zwölf bis 15 Meter in die Luft hoch mit einer Geschwindigkeit von 55 bis 58 km/h", beschreibt Emma Weiß ihre Disziplin Freestyle-Aerial. Dabei fährt die Athletin auf Ski und ohne Stöcke auf eine steile Rampe zu und führt dann hoch in der Luft mehrere Drehungen und Überschläge aus.
Die 26-Jährige aus Albstadt (Zollernalbkreis) ist die einzige Athletin, die Deutschland in diesem Sport auf olympischem Niveau vertritt. Beim Weltcup in Kanada vor etwa einem Monat landete Emma Weiß auf Platz drei und qualifizierte sich damit direkt für die Olympischen Winterspiele in Cortina d’Ampezzo. Es ist ihre zweite Teilnahme bei den Olympischen Spielen. 2022 verpasste sie in Peking den Einzug ins Aerials-Finale der Frauen.
Emma Weiß ist aber nicht die Erste in ihrer Familie, die es zu den Olympischen Spielen schaffte. Ihr Vater Armin Weiß nahm 1992 als Ski-Ballett-Fahrer an den Olympischen Winterspielen in Albertville teil. Seit dem vergangenen Sommer ist er auch ihr Trainer.
Zum zweiten Mal bei Olympia
Ihren Erfolg als Freestyle-Skierin schafft Emma Weiß nur mit viel Training aus Ballett, Balance und Übungen auf dem Trampolin. Dass ihre Sportart gefährlich sein kann, hat sie selbst schon erleben müssen.
"Ich hatte 2019 mit einem Spiralbruch am Oberarm eine blöde Verletzung. Ansonsten hatte ich mal ein angerissenes Kreuzband links und rechts einen Meniskusriss", erklärt Weiß.
Vorbereitung auf einen neuen Sprung
Seit 2019 ist sie verletzungsfrei und aktuell in Topform. Bei den Olympischen Winterspielen will sie einen neuen Sprung zeigen.
Dieser besteht aus mehreren Saltos und Schrauben. Noch laufen die Vorbereitungen. Am 17. Februar startet Emma Weiß dann in Livigno in ihren Wettbewerb.