DEL | Finale

Euphorie bei den Adlern: Mannheim fordert Meister Eisbären Berlin

Seit Montagabend ist klar: Im Finale um die deutsche Eishockey-Meisterschaft treffen die Adler Mannheim auf die Eisbären Berlin. Der Titelverteidiger setzte sich im Halbfinale gegen die Kölner Haie durch.

Teilen

Stand

Von Autor/in Kersten Eichhorn

Die Eishockey-Euphorie in und um Mannheim ist riesengroß. "Jeder hat Bock aufs Finale", sagte Adler Torjäger Justin Schütz nach dem Einzug in die Endspiel-Serie im Interview mit SWR Sport, "die Fans sind happy, wir sind happy, der ganze Verein ist happy". Und die Adler-Anhänger ziehen voll mit: Tickets für die ersten beiden Heimspiele der Finalserie waren bereits wenige Minuten nach dem Vorverkaufsstart vergriffen. Die zwei Partien am 24. und 28. April (jeweils 19.30 Uhr) in der Mannheimer Arena sind damit bereits mit jeweils 13.600 Zuschauern ausverkauft.

Eisbären setzten sich gegen die Kölner Haie durch

Und seit Montagabend steht auch der Gegner der Quadratestädter in dieser Finalserie fest, die im Best-of-Seven-Modus ausgespielt wird: Es sind die Eisbären Berlin. Der amtierende Meister, nach der Vorrunde in der DEL nur auf Platz sechs, setzte sich etwas überraschend mit 4:2-Siegen gegen den souveränen Hauptrundengewinner Kölner Haie durch.

Einmal mehr zeigte sich, dass die Platzierungen nach der Doppelrunde nicht immer Aufschluss darüber geben, wer am Ende am wahrscheinlichsten den Meisterpokal unters Hallendach stemmt. Zumal sich die Berliner schon seit vielen Jahren als Playoff-Spezialisten etabliert haben, bereits zum 15. Mal im Finale stehen.

19 Titel bislang für Mannheim und Berlin

Wie auch immer: Mit Mannheim, das sich im Halbfinale mit 4:1 gegen München durchsetzte, und Berlin treffen zwei Erzrivalen und alte Bekannte in den Playoff-Runden der vergangenen 30 Jahre aufeinander. Mit elf Titeln sind die Eisbären der Rekordmeister der DEL, die Adler feierten bislang achtmal die Meisterschaft, zuletzt 2019 im Finale gegen München. Klar, dass die ambitionierten Adler mit ihren zahlreichen treuen Anhängern heiß auf die nächste Meisterschaft in der Eishockeystadt sind.

Die Adler haben noch Rechnungen offen

Und die Mannheimer haben gegen die Berliner noch einige Rechnungen offen. Beispiel: 2012 standen die Adler mit Trainer Harold Kreis unmittelbar vor dem Gewinn des Meistertitel, hatten die Hand bereits am Pokal. Das Team des damaligen Trainers Harold Kreis führte im Heimspiel gegen die Eisbären im Schlussdrittel bereits mit 5:2 - und mussten sich in dieser Partie doch noch mit 5:6 in der Verlängerung geschlagen geben.

Berlin glich nach Siegen zum 2:2 aus und drehte im darauffolgenden Heimspiel die Best-of-Five-Serie. Zurück blieb bis heute, auch 14 Jahre danach, eine Art "Eisbären-Trauma" der Adler-Fans über die damals so dramatisch verpasste Meisterschaft. Und auch im vergangenen Jahr scheiterten die Kurpfälzer im Halbfinale am späteren Champion Berlin.

Justin Schütz: "Große Herausforderung, große Vorfreude"

Ab Freitag heißt es also wieder: Mannheim gegen Berlin. In der Hauptrunde gewannen die Adler ihre Heimspiele torreich mit 7:1 und 8:5, in der Hauptstadt unterlagen sie mit 3:4 nach Verlängerung und 2:4. Der Ausgang in der Finalserie scheint völlig offen, oder? "Wenn du im Finale bist", sagte Adler-Nationalstürmer Justin Schütz nach dem Coup gegen München, "dann willst du auch gewinnen, ganz einfach. Es ist eine große Herausforderung, aber auch eine große Vorfreude". Auftaktbully am Freitag ist um 19:30 Uhr.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Kersten Eichhorn