Um sich noch für die Playoffs des Eurocups zu qualifizieren, war für ratiopharm Ulm ein Heimsieg gegen Panevezys eigentlich fest eingeplant. Doch es kam anders am Freitagabend.
Ein Körbe-Feuerwerk zu Beginn
Das Spiel startet ein bisschen wie Silvester. Statt Feuerwerk regnet es Körbe in der Neu-Ulmer Arena. Nach fünf Minuten stehen schon 30(!) Punkte auf der Anzeigetafel. Was für ein fulminanter Start ins Neue Jahr. Allerdings machen es die Gäste besser als die Heimmannschaft. Ulm liegt 13 zu 17 hinten. Eine Ulmer Auszeit bremst das Offensivspiel des Teams aus Litauen etwas ein. Nach dem ersten Viertel steht es 25 zu 29.
Ulm läuft der Gäste-Führung hinterher
Die Viertelpause nutzt Ulms Trainer Ty Harrelson offenbar, um die Abwehr seines Teams etwas zu justieren. Lietkabelis kommt jetzt nicht mehr so einfach zu Körben. Ulm spielt jetzt physischer. Das ist nicht immer gut. So bekommt Mark Smith für ein überhartes Einsteigen ein Unsportliches Foul gepfiffen. Kurz vor der Halbzeitpause legen die Gäste zunächst eine Schippe drauf. Dann zieht Ulm nach. Ulm liegt nach 20 Minuten gegen Panevezys mit 42 zu 48 zurück.
Ulm holt sich das dritte Viertel - und die Führung
Das Spiel wird auch im dritten Viertel nicht langweilig. Es geht hin und her - und Ulm kommt näher. Die Fans in der Arena werden lauter. Ein Dreier von Tobias Jensen bringt die Ulmer in Führung (62:60). Jetzt ist die Halle wach. Simon und Ledlum holen sich Sonderapplaus ab, weil sie in zwei Szenen spektakulär retten und verteidigen. Nach drei Vierteln führt ratiopharm Ulm 65 zu 62.
Ein Ulmer Schlussviertel zum Vergessen
Die ersten Minuten im letzten Viertel gehen an die Gäste. Ulm fehlt in dieser Phase Mark Smith, der wegen seines vierten Fouls vorübergehend auf der Bank sitzt. Insgesamt 17 Punkte macht Panevezys in Serie. Ulm geht die Puste aus. Der Deutsche Vizemeister verliert das Spiel auf Grund eines desolaten letzten Viertels am Ende mit 79 zu 89.
Für ratiopharm Ulm geht es in der Bundesliga bereits am Sonntag weiter, mit einem Auswärtsspiel in Trier.