Rad-Rush-Hour in Schönaich. Am Ostermontag war der kleine Ort die Hauptstadt für Radsport-Fans. Ein weltweit bekanntes Event, das der RSC Schönaich 2026 bereits zum 50. Mal ausrichtet - für Radsport-Profis und Nachwuchstalente. Bahnrad-Olympiasiegerin Franziska Brauße aus Metzingen ist hier bereits als Jugendliche gestartet und genoss alles: "Tatsächlich ist die Stimmung echt schon mal richtig gut und man trifft einfach Gott und die Welt", sagte die 27-Jährige im Interview mit SWR Sport. "Alle kennen sich und es ist einfach wie so ein kleines Familientreffen nach Ostern."
Ein sehr sportliches Treffen. Für die Frauen heißt das: sieben Runden - 63 Kilometer, auf denen es teilweise rasant bergab ging. Circa 60 Kilometer pro Stunde sind aber nur das eine, danach geht es ein bisschen schmerzhaft bergauf: 14 Prozent Anstieg beim berühmt-berüchtigten Wolfenberg. Franziska Brauße lag in der fünften Runde an der Spitze des Feldes – hatte "gute Beine", wie es heißt. Es war ein heißes Rennen – die Juniorinnen in einer extra gewerteten Klasse machen der Olympia-Siegerin das Leben schwer. Doch bei den Elite-Frauen siegt Bahnrad-Spezialistin.
Denkt Indoor-Spezialistin jetzt über einen Disziplin-Wechsel nach? "Also Bahnfahren ist glaube ich schon das, wofür ich über die Jahre so ein bisschen mehr Liebe entwickelt habe als für die Straße. Aber es macht mir auch super viel Spaß. Und ich kann ohne beides nicht." Erfolgreiches Radfahren macht jedoch überall Spaß, vor allem "Rund um Schönaich".