Gut sieben Minuten vor dem Ende deutete nur wenig darauf hin, dass die Göppinger gegen bis dahin souveräne Sachsen noch zu etwas Zählbarem kommen würden. Die Gastgeber waren bis dahin immer wieder am überragenden Schlussmann Domenico Ebner gescheitert.
Ausgerechnet eine "Schwalbe" war dann die Initialzündung für die Mannschaft von Trainer Ben Matschke. Leipzigs Lukas Binder war nach einem Zweikampf zu Boden gegangen, die Schiedsrichter entscheiden zunächst auf Freiwurf. Doch die Referees schauten sich die Szene noch einmal auf dem Bildschirm an und entschieden: Schwalbe und zwei Minuten Zeitstrafe für Binder. Eine diskutable Entscheidung, denn zumindest hatte es einen Kontakt zwischen Binder und Oskar Neudeck gegeben.
Göppingen kommt immer näher
Für Göppingen war es der Startschuss in eine turbulente Schlussphase. Direkt im Anschluss gelang Frisch Auf das zwischenzeitliche 18:22. Und bis zur letzten Spielminute waren die Gastgeber tatsächlich noch einmal bis auf einen Treffer herangekommen. Die finalen 60 Sekunden wurden zur Nervenschlacht.
Semper traf für Leipzig, doch Sekundenbruchteile zuvor hatten die Schiedsrichter schon auf Freiwurf entschieden. Auch nach einer letzten Auszeit gelang es den Gästen nicht, die Entscheidung zu markieren: Sempers Wurf wurde geblockt, ein Freiwurf ging völlig daneben: Zeitspiel.
Hofele lässt das Publikum ausrasten
So bekam Göppingen einen letzten Angriff - und nutzte die Chance. Der Ball war eigentlich schon abgewehrt, doch Fynn Hofele kam noch einmal zum Abschluss und traf von außen vier Sekunden vor dem Ende zum 24:24. Die Göppinger feierten den Treffer wie einen Sieg.
Mit nunmehr 4:4 Punkten hat Frisch Auf einen gelungenen Saisonstart hingelegt. Leipzig verpasste zwar den ersten Sieg, sicherte sich aber zumindest den ersten Zähler. Für Göppingen steht am kommenden Donnerstag das Duell beim TVB Stuttgart auf dem Programm. Leipzig empfängt am Sonntag (21. September) den THW Kiel.