Leichtathletik

Kugelstoßerin Nina Ndubuisi arbeitet an ihrem Olympia-Traum

Als Jugendliche hat Nina Ndubuisi Mehrkampf gemacht. Doch von allen Disziplinen lag ihr das Kugelstoßen am besten. Die Schorndorferin hat sich spezialisiert und folgt nun ihrem Traum.

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Gestatten: Ndubuisi, Nina Ndubuisi - "das zweite 'U' bleibt stumm", erklärt die 21-jährige Schwäbin mit nigerianischen Wurzeln. Geboren in Waiblingen, aufgewachsen in Schorndorf hat sie sich voll und ganz dem Kugelstoßen verschrieben. "Ich habe früher Mehrkampf gemacht - seit ich elf Jahre alt war bis Ende U18", erzählt sie im Interview mit SWR Sport. "Der Wurf hat mir immer am besten gelegen: Speer, Kugel - der Sprung auch. Aber im Kugelstoßen habe ich mit wenig Arbeit viel größere Sprünge gemacht. Also ist es am Ende Kugelstoßen geworden. Und es macht mir auch richtig Spaß."

Nina Ndubuisi träumt von Olympia-Gold

Sprints und Sprünge blieben ihr bei der SG Schorndorf jedoch erhalten: "Viele fragen mich: 'Warum rennst du im Training? Warum machst du Sprünge?' Aber man braucht halt das Explosive, um die Kugel sehr weit zu befördern."

Feiern und gefeiert: die neue deutsche Kugelstoß-Hoffnung Nina Ndubuisi | SWR Sport

Und das gelingt ihr: 2023 holte sie Gold bei der U20-EM in Jerusalem (Israel) und wiederholte den Erfolg 2025 bei der U23-EM in Bergen (Norwegen). Dabei sei sie vor jedem Wettkampf "sehr nervös" gewesen. "Aber eine gute Nervosität. Nach dem Motto: 'Ich kann das und ich will das.' Ich gehe wirklich jedes Mal in den Ring und denke: 'Ich will Erste werden.' Natürlich klappt das nicht immer. Aber bei der EM hat es geklappt."

Die Kugelstoßerin Nina Ndubuisi holte im July 2025 Gold bei der U23-EM in Bergen.
Die Kugelstoßerin Nina Ndubuisi holte im July 2025 Gold bei der U23-EM in Bergen. Stefan Mayer

Nach dem Triumph in Jerusalem zog es Ndubuisi in die USA an die University of Texas. Sie studierte Business/Marketing und stellte mit 18,91 Metern einen neuen Universitätsrekord auf. Dann ging sie nach Athens an die Universität von Georgia, wo sie weiter fleißig an ihrem Traum arbeitet: irgendwann mal die 20 Meter zu knacken. Denn Ndubuisi ist ehrgeizig: "Um eine Medaille bei Olympia oder einer WM zu gewinnen, muss man sowas in die Richtung anbieten."

Vielleicht gelingt ihr das ja schon in ihrer neuen Wahlheimat: bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles.