Leichtathletik | Mehrkampf-Meeting

Starker Saisonstart in Götzis: Leo Neugebauer Zweiter vor Niklas Kaul

Beim traditionellen Mehrkampf-Meeting in Götzis wecken die deutschen Mehrkämpfer schon früh in der Saison EM-Hoffnungen. Neben Leo Neugebauer und Niklas Kaul überzeugte auch Emma Kaul bei ihrer Götzis-Premiere.

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Stand

Von Autor/in Lena Bergmann

Weltmeister Leo Neugebauer hat seinen ersten Podestplatz beim prestigeträchtigen Zehnkampf-Meeting in Götzis bejubelt. Dem 25 Jahre alten Stuttgarter fehlte mit 8.730 Punkten auf Platz zwei nicht viel für seinen Premierensieg in Österreich.

Zehnkampf-Weltmeister Leo Neugebauer: "Cooler Opener"

Nach einem "coolen ersten Tag" beim "coolen Opener" präsentierte sich der deutsche Rekordhalter Neugebauer auch an Tag zwei in Österreich gut in Form. Am Sonntag verhinderten aber besonders für ihn schwache 50,77 Meter mit dem Diskus und lediglich 58,46 Meter im Speerwurf eine bessere Punktzahl. Neugebauer musste sich dem Schweizer Simon Ehammer geschlagen geben, der 48 Punkte besser war.

Götzis

Leichtathletik "Einfach Spaß haben": Leo Neugebauer und Niklas Kaul voller Vorfreude aufs Götzis-Meeting

Am Wochenende steigt im österreichischen Götzis das Mehrkampf-Meeting. Mit dabei: Leo Neugebauer und Niklas Kaul. SWR Sport hat mit dem Top-Duo der deutschen Zehnkämpfer über den ersten Saison-Höhepunkt gesprochen.

Ehammer, der im März in der Halle den 14 Jahre alten Siebenkampf-Weltrekord des Amerikaners Ashton Eaton verbessert hatte, durfte sich in Österreich über eine weitere Bestmarke freuen. Mit 8,51 Metern im Weitsprung toppte der Schweizer seine eigene Zehnkampf-Weltbestleistung.

Beste Aussichten für EM im August

Im Vorjahr war Neugebauer in Götzis mit 8.555 Punkten und Platz fünf in die Saison gestartet, am Ende krönte sich der Strahlemann der deutschen Leichtathletik in Tokio zum König der Athleten (8804 Punkte). Seine Bestleistung liegt bei 8.961 Zählern.

Schon jetzt weckt der Leichtathlet vom VfB Stuttgart mit seinem Ergebnis Hoffnungen auf ein gutes Abschneiden bei den Europameisterschaften vom 10. bis 16. August in Birmingham. "Ich habe einige Zehnkämpfe geplant in dieser Saison, als Nächstes kommt Ratingen, dann die EM in Birmingham und vielleicht zum Saison-Abschluss noch Talence", steckte Neugebauer seinen Saison-Fahrplan ab.

Mainzer Niklas Kaul wird Dritter

Mit einer starken Aufholjagd arbeitete sich der frühere Weltmeister Niklas Kaul in den letzten beiden Disziplinen Speerwurf und 1.500 Meter wie im Vorjahr auf Rang drei vor und hatte dabei "ganz, ganz viel Spaß", so Kaul, für den am Ende 8.528 Punkte zu Buche standen.

"An der ein oder anderen Stelle habe ich mich etwas über mich selbst geärgert und dass ich meinem Körper noch nicht so vertraut habe, wie ich es gerne hätte, aber insgesamt steht am Ende ein 90-Prozent-Zehnkampf, mit dem ich sehr happy bin", sagte der 28-Jährige vom USC Mainz. Bis Birmingham will auch Kaul seine "Wehwehchen" auskurieren, dann geht auch er aussichtsreich in die EM.

Siebenkämpferin Emma Kaul mit Bestleistungen bei Premiere

Und für ein weiteres Mitglied der Familie Kaul verlief das traditionelle Mehrkampf-Meeting erfolgreich: Bei ihrem ersten Siebenkampf in Götzis gelangen Emma Kaul auf Anhieb drei persönliche Bestleistungen: Über die 200 Meter, beim Speerwurf und beim Weitsprung konnte sich die Mainzerin jeweils steigern. Mit 6.104 Punkten wurde sie Sechzehnte.

"Es war ein toller Einstieg in das Jahr und ich hätte nicht damit gerechnet, dass diese Punktzahl am Ende dasteht. Mit einigen Leistungen habe ich zwar gerechnet, aber vor dieser Kulisse konnte es auch gar nicht anders gehen", sagte die 20-jährige Mainzerin, die auf zwei intensive Tage zurückblickt: "Man unterschätzt es dann doch. Auf den 800 Metern merkt man erstmal, welche Kräfte da eigentlich weggegangen sind." Das Zuschauen bei ihrem Bruder Niklas vermeidet die Siebenkämpferin unterdessen: "Für mich ist es immer sehr schlimm ihn zu sehen. Ich bin dabei viel aufgeregter als bei meinem eigenen Wettkampf", gab Emma Kaul zu.

Große Freude nach langer Leidenszeit und Olympia-Drama

Die Leverkusenerin Sophie Weißenberg freute sich nach ihrem Olympia-Drama, als sie sich beim Aufwärmen die Achillessehne gerissen hatte, über ein großes Comeback. Die 28-Jährige belegte mit persönlicher Bestleistung von 6.449 Punkten den vierten Platz. "Ich hätte es gar nicht erwartet, aber nach den Hürden war ich schon kurz emotional", sagte Weißenberg, die mehr als 20 Monate hatte aussetzen müssen. Der Sieg ging an die Schweizerin Annik Kälin, die mit 6.726 Punkten einen Landesrekord aufstellte.

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Lena Bergmann
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