Mihambo, die 32 Jahre alte Vize-Weltmeisterin von der LG Kurpfalz, sprang in ihrem vierten Versuch 6,57 m und setzte sich mit Saisonbestleistung gegen Libby Buder (TSG Bergedorf/6,41 m) durch. Dritte in der Helmut-Körnig-Halle vor 4000 Zuschauern wurde Anna-Elisabeth Ehlers (Bayer Leverkusen/6,35 m).
Nach einem Infekt in der Vorbereitung war Mihambo in dieser Saison bei ihren bisherigen Auftritten in Düsseldorf und Karlsruhe noch unter ihren Möglichkeiten geblieben, zuletzt lief es im Training aber wieder besser - doch auch in Dortmund musste die Tokio-Olympiasiegerin zittern. Nach 6,37 m und zwei ungültigen Versuchen setzte sich Mihambo jedoch an die Spitze und ließ sich den Sieg in den letzten beiden Durchgängen nicht mehr nehmen. Am kommenden Freitag wird Mihambo beim ISTAF Indoor in Berlin ein letztes Mal in dieser Saison in der Halle antreten, einen Start bei der Hallen-WM im polnischen Torun (20. bis 22. März) hatte sie schon früh ausgeschlossen. Ihr Fokus liegt auf den Europameisterschaften im Sommer in Birmingham: "Ich freue mich, dass ich merke, dass ich mich im Training immer weiterentwickelt habe und möchte auch nicht ungeduldig sein. Das ist schonmal eine gute Voraussetzung", erklärt Mihambo nach ihrem Titel.
Alexander Stepanov fliegt zur WM-Norm
Über 800 Meter machte der Sindelfinger Alexander Stepanov bereits auf den ersten Metern deutlich, dass der Sieg nur über ihn gehen würde und zog davon. Am Ende gewann der 21-Jährige mit persönlicher Bestleistung von 1:45,89 Minuten und knackte damit auch die Norm für die Hallen-WM in Torun (Polen). In der Halle waren bisher nur drei Deutsche jemals schneller als der Sindelfinger. Bei der Hallen-WM möchte der Mittelstreckenläufer, der von seinem Vater trainiert wird, international auf sich aufmerksam machen.
Otchere gewinnt Titel im Stabhochsprung
Beinahe hätte sich Stabhochspringerin Jacqueline Otchere (MTG Mannheim), die in dieser Saison bereits 4,60 Meter überquert hatte, verpokert. Doch im dritten Versuch schaffte die 29-Jährige noch 4,55 Meter und gewann den Meistertitel. Zuvor hatte Anjuli Knäsche (VfB Stuttgart) auf einen weiteren Fehlversuch ihrer Kontrahentin gehofft, sie hatte nämlich zuvor 4,50 Meter übersprungen, während Otchere die Höhe ausließ.
Den Meistertitel über die 1.500 Meter-Distanz der Frauen gewann Maitje Kolberg (LG Kreis Ahrweiler) in 4:20,47 Minuten. Sie kann damit ihren Titel aus dem Vorjahr verteidigen. "Dieses Mal war ich als Favoritin mehr unter Druck. Aber manchmal kann man mit dem Druck auch wachsen", verrät sie nach dem Rennen. Im Sommer möchte sich die Mittelstreckenläuferin aus dem Ahrtal wieder auf ihre Lieblingsstrecke, die 800 Meter konzentrieren und bei der EM ins Finale laufen. Hinter ihr gewann die Tübingerin Adia Budde (4:21,01 Minuten) mit einem starken Finish noch Silber, Dritte wurde die Kölnerin Vera Coutellier (4:21,87).
Dreispringer Osazee macht im ersten Versuch alles klar
Im Dreisprung hatte der 19-jährige Mannheimer Peter Osazee schon mit seinem ersten Versuch den Titel klargemacht. Mit 15,80 Metern übertraf er nicht nur seine bisherige persönliche Bestleistung um 35 Zentimeter, sondern gab seiner Konkurrenz auch eine nicht zu lösende Aufgabe. Am nächsten kam Mohammed Amin Alsalami mit 15,78 Metern an ihn heran, Bronze holte Maximilian Skarke (15,66 Meter).
Der Mannheimer Robin Ganter holte sich den Titel über 200 Meter. Der 25-Jährige Titelverteidiger gewann den Finallauf in 21,01 Sekunden.