Olympia 2026

Dritter Olympia-Anlauf - Jacqueline Pfeifer zurück in der Weltspitze

Die Skeletonpilotin Jacqueline Pfeifer hat bereits einmal olympisches Edelmetall gewonnen. Am 13. Februar greift sie bei den Olympischen Winterspielen in Cortina erneut an - mit guten Chancen.

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Stand

Die aus Brachbach (Landkreis Altenkirchen) stammende Skeleton-Pilotin Jacqueline "Jacka" Pfeifer will bei den Olympischen Winterspielen in Mailand und Cortina nochmals einen Karrierehöhepunkt setzen. Am 13. Februar um 16 Uhr geht die 31-Jährige erstmals an den Start. In insgesamt vier Läufen kämpfen die Frauen um die olympischen Medaillen. Zwei Tage später, am 15. Februar, steht zudem der Mixed-Team-Wettbewerb auf dem Programm, bei dem Frauen und Männer gemeinsam antreten. Pfeifer geht mit ausgezeichneten Voraussetzungen in ihre dritten Olympischen Spiele.

Bisherige Karriere

Jacqueline Pfeifer, Geburtsname Jacqueline Lölling, begann ihre Karriere im Jahr 2014. Bei den Weltmeisterschaften in Winterberg sorgte sie zu Beginn gleich für eine Sensation und gewann überraschend die Goldmedaille. Dieser Triumph war der Startschuss für eine bemerkenswerte Laufbahn: In den folgenden Jahren sammelte Pfeifer zahlreiche WM- und EM-Medaillen und gewann im Verlauf ihrer Karriere zweimal den Gesamtweltcup.

Auch bei den Olympischen Spielen stellte sie ihr Können unter Beweis. 2018 in Pyeongchang gewann Pfeifer die Silbermedaille. Vier Jahre später wollte sie diesen Erfolg bei den Spielen in Peking 2022 wiederholen. Doch diesmal lief es nicht nach Plan: Die Skeleton-Pilotin belegte am Ende lediglich Platz acht.

Zweifel und der Gedanke ans Aufhören

Nach den Spielen von Peking war die Enttäuschung so groß, dass Pfeifer über ein Karriereende nachdachte. In dieser Phase spielte Tobias Alt, Trainingswissenschaftler am Olympiastützpunkt, eine entscheidende Rolle. Er unterstützte Pfeifer dabei, ihre Leistungen zu analysieren und gezielt an ihren Schwächen zu arbeiten und schließlich fiel die Entscheidung noch einmal anzugreifen.

Rückkehr an die Weltspitze

Seit zwei Jahren arbeitet Pfeifer nun intensiv mit Alt zusammen. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf der Startgeschwindigkeit, einem der entscheidenden Faktoren im Skeleton. Trainiert wurde unter anderem ein kräftiges und zugleich bewegliches Sprunggelenk, eine optimale Hüftstellung, die Armhaltung, der richtige Rhythmus sowie die allgemeine Beweglichkeit. Das gezielte Training zahlte sich aus.

Im November 2025 gelang Pfeifer nach fünf Jahren wieder ein Weltcupsieg - und das ausgerechnet auf der Olympiabahn in Cortina. Mit dieser Form, der gewonnenen Erfahrung und neuem Selbstvertrauen geht Jacqueline Pfeifer nun in ihre dritten Olympischen Winterspiele. Ihr Traum von einer weiteren Medaille lebt.

Erstmals publiziert am
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Onlinefassung
Franziska Röhrig
Ein Film von
Jan Ebling