Krise im neuen Jahr abgewendet

Basketball: Ulm gewinnt mit Mühe gegen Braunschweig

Eine durchwachsene Leistung reicht den Ulmern, um eine Krise im neuen Jahr abzuwenden. Mit einem konzentrierten letzten Viertel ringen sie die Löwen Braunschweig 72:59 nieder.

Teilen

Stand

Von Autor/in Peter Köpple

Für ratiopharm Ulm ist es nach drei Niederlagen in Folge der erste Sieg im neuen Jahr. Sie mussten am Samstagabend in der heimischen Arena ersatzgeschwächt ohne die Stammspieler Sengfelder, Weidemann, Anigbata und Klepeisz ran. Es war eine insgesamt eher schwache Partie.

Ulmer Basketballer mit schwachen Trefferquoten

Das Spiel beginnt mit reichlich Sand im Getriebe des Ulmer Offensivmotors. Es dauert mehr als drei Minuten, bis Tobias Jensen mit einem Distanztreffer aus dem Dribbling die ersten Punkte der Hausherren zum 3:5 erzielt. Doch viele Würfe gehen weiterhin daneben. Als für Braunschweig Grant Sherfield völlig frei an der Dreierlinie zum 9:18 einnetzt, bittet Coach Ty Harrelson zur Auszeit und fordert von seinen Männern mehr Energie in der Verteidigung. Das erste Viertel verlieren die Ulmer 14:20.

Nur 28 Punkte in der ersten Halbzeit

Ulm müht sich ab im zweiten Viertel gegen tapfer kämpfende Braunschweiger. Zwar gelingen einige sehenswerte Schnellangriffe, vor allem über Justin Simon. Doch das Team lässt viele Chancen liegen. Es wird eine magere erste Halbzeit der Ulmer mit gerade mal 28 Punkten zu Hause. Die meisten der 5.500 Fans in der Neu-Ulmer Arena gehen ernüchtert in die Pause. 28:35 gegen den Tabellensechzehnten.

Viel Kampf, aber auch viel Krampf prägen den dritten Abschnitt. Erst am Ende dieses Viertels gehen die Gastgeber durch Freiwürfe von Tobias Jensen überhaupt zum ersten Mal in Führung - 48:47. Die Ulmer bringen sich wieder ins Spiel, weil auch die Gäste aus Niedersachsen viel daneben werfen.

Im Schlussviertel plötzlich hellwach

Und plötzlich sind im letzten Viertel die bislang so müde wirkenden Ulmer hellwach, legen einen 9:0-Lauf hin. Endlich hat der Vizemeister die Partie einigermaßen im Griff, gegen Braunschweiger, denen nicht mehr viel gelingt. Die Fans singen "Super Ulmer" beim Stand von 60:50, obwohl ihr Team wahrlich keine Glanzleistung zeigt. Aber die Entschlossenheit ist im Schlussabschnitt da, um den Arbeitssieg doch noch ungefährdet zu Ende zu bringen. Topscorer der Ulmer wird Mark Smith mit 17 Zählern.

Das nächste Heimspiel ist schon am Mittwoch, dann im Eurocup gegen Chemnitz. Braunschweig spielt am kommenden Wochenende in der BBL gegen Jena.

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Peter Köpple
Peter Köpple