Die Ulmer legen schwungvoll los am Mittwochabend beim Tabellenletzten der griechischen Liga, gehen nach gut drei Minuten 9:0 in Führung. Hinten verteidigen sie aufmerksam und gestatten dem Panionios-Team keine leichten Würfe. Nach wochenlanger Verletzung ist bei den Ulmern erstmals wieder Topscorer Christopher Ledlum dabei, der sich prompt mit einem Dreier zum 19:10 für das ratiopharm-Team zurückmeldet. Ein paar Nachlässigkeiten erlauben sich die eigentlich dominanten Gäste noch und gehen dann mit einem 23:15-Vorsprung in die Viertelpause.
Erschreckende Trefferquoten bei Panionios Athen
Die Schwaben starten mit einem 11:0-Lauf in den zweiten Abschnitt, spielen gut und flott zusammen und überfordern damit immer wieder die Athener. Allerdings lassen beide Teams in dieser Phase auch leichte Chancen liegen. Erschreckend schwach ist die Trefferquote der Gastgeber. Die Griechen verwandeln nur zwölf Prozent ihrer Dreier- und 32 Prozent ihrer Zweierversuche. Halbzeitstand 46:25 für Ulm.
Ratiopharm Ulm entscheidet Partie nach drei Vierteln
"Wir werfen alles daneben. Das zieht uns auch psychisch runter", analysiert Athen-Trainer Ilias Zouros in der Pause und fordert ein Aufbäumen seines Teams. Doch das gelingt nur vereinzelt. Bei Ulm ist vor allem Tobias Jensen kaum zu stoppen, ob aus der Distanz oder mit einem starken Zug zum Korb. Der 21-jährige Däne erzielt insgesamt 14 Punkte. Nach drei Vierteln ist die Partie entschieden. Ulm führt 70:41.
Für Ulm gute Vorbereitung auf Alba Berlin
So gleichen die letzten zehn Minuten eher einem Trainingsspiel, bei dem es um nichts mehr geht. Bester Werfer für Ulm wird am Ende Mark Smith mit 21 Zählern. Die Gäste gewinnen schließlich deutlich 94:69. Athen bleibt in der Eurocup-Gruppe B Letzter. Ulm wahrt sich die Chance auf die Playoffs. Für die Schwaben geht es am Samstag in der deutschen Bundesliga weiter, auswärts bei Alba Berlin.