Vorbereitung auf die Heim-WM

Erst Shanghai, dann Mannheim: Springreiterin Sophie Hinners fliegt um die Welt

Vergangenes Jahr gewann Sophie Hinners mit der deutschen Equipe den Nationenpreis von Mannheim. Dieses Jahr konzentriert sie sich auf die Badenia - und hat dafür eine weite Anreise.

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Von Autor/in Vanessa Sieck

Etwa 8.800 Kilometer Luftlinie trennen Mannheim von Shanghai. Für Sophie Hinners ist diese Entfernung kein Hindernis. Am Wochenende startet sie zwar in der chinesischen Millionenmetropole, doch am Montag und Dienstag will sie schon auf dem Maimarkt-Turnier mitreiten. "Ohne ein gutes Team würde das natürlich gar nicht funktionieren", erzählt Hinners im Interview mit SWR Sport. Denn auf den beiden Turnieren reitet sie unterschiedliche Pferde, die mit den Pflegern an- und abreisen und von ihnen betreut werden.

Sophie Hinners ist auf Turnieren in der ganzen Welt unterwegs. Nach Mannheim komme sie immer besonders gern, gibt die 28-Jährige zu. "Es ist ein sehr traditionsreiches Turnier. Man merkt, mit wie viel Liebe das gemacht ist, wie viel Ehrenamt dahinter steckt." Außerdem seien die Tribünen in Mannheim immer besonders voll: "So viele Zuschauer haben wir eher selten auf den Turnieren. Das ist etwas ganz Besonderes als Sportler, wenn so viele Leute zuschauen, applaudieren, mitfiebern."

Emotionen pur: Sieg beim Nationenpreis von Mannheim

Im vergangenen Jahr wurde es für Sophie Hinners besonders emotional. Im Nationenpreis lagen Deutschland und die Schweiz nach den ersten beiden Umläufen gleichauf. Ein Stechen musste über den Sieg entscheiden. Sophie Hinners legte mit einer schnellen Zeit vor, hatte jedoch einen Abwurf. Weil die Schweizerin Barbara Schnieper sich anschließend aber auch einen Fehler leistete und deutlich langsamer war, gewann Deutschland. Es war der erste Sieg in Mannheim - nach drei zweiten Plätzen in Folge.

"Das war fast so ein Rollercoaster der Emotionen. Und die Freude war riesengroß, als wir dann am Ende oben standen", erinnert sich Sophie Hinners. Dieses Jahr wird sie den Nationenpreis am Sonntag (live im SWR) verpassen. Stattdessen fokussiert sie sich nach ihrem Einsatz bei der Global Champions League in Shanghai auf die Badenia - den Großen Preis von Mannheim. Die bildet am Dienstag traditionell den Abschluss des Maimarkt-Turniers.

Maimarkt-Turnier als Vorbereitung auf Heim-WM in Aachen

Für Sophie Hinners spiele der Start bei der Badenia auch eine wichtige Rolle im Hinblick auf die Heim-WM in Aachen, erzählt sie. "Mannheim ist dafür bekannt, dass der Große Preis ein schwerer Großer Preis ist. Von daher ist das eine gute Vorbereitung und passt super in den Turnierkalender." Die Weltmeisterschaften in Aachen finden im August statt und sind das große Saisonziel der 28-Jährigen.

Nächste Woche möchte Sophie Hinners aber erstmal im Mannheimer Stadion jubeln. "Ich hoffe, dass ich am Ende mit der Siegerdecke rausreiten kann. Ich würde nämlich auch gerne mal auf der Siegertafel am Richterturm stehen." Auf dem Weg dorthin warten aber nicht nur hohe Hindernisse auf sie, sondern auch eine ziemlich weite Reise.

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Autor/in
Vanessa Sieck
Vanessa Sieck
Das Interview führte
Madeleine Wandelt