Einmal mehr konnten die Organisatoren des Silvesterlaufs dem Publikum ein hochkarätig besetztes Starterfeld präsentieren. So ging neben Gesa Krause, Olivia Gürth und Samuel Fitwi (alle von Silvesterlauf Trier e.V.) auch Amanal Petros an den Start. Der 30-Jährige hatte Anfang Dezember Fitwi den deutschen Marathon-Rekord abgeluchst.
Krause auf Rang sechs, Mikitenko beste Deutsche
Krause, die zuletzt bei ihrem Marathon-Debüt in Valencia aussteigen musste, belegte im Eliterennen der Frauen über die fünf Kilometer lange Strecke in 16:19 Minuten Rang sechs. "Klar: Man will immer vorne mitlaufen. Aber das funktioniert halt nicht das ganze Jahr, irgendwie auf Wolke sieben zu schweben. Deswegen ist ganz oft so, dass ich beim Silvesterlauf nicht in der Form meines Lebens bin", sagte Krause nach dem Rennen. "Das ist schade, weil ich gerne meinem Verein vielleicht irgendwann mal irgendwie den Sieg schenken will. Aber ich wusste, dass das heute nicht drin ist und ich habe die Verfolgergruppe quasi dominieren können."
Gürth überquerte die Ziellinie zwölf Sekunden später als Krause und wurde Neunte. Der Sieg ging in 15:29 Minuten an Florence Niyonkuruaus aus Ruanda vor ihrer Landsfrau Emeline Imanizabayo und Lisa Rooms aus Belgien.
Mit Vanessa Mikitenko war auch die U23-Vize-Europameisterin über 5.000 Meter am Start. Sie gab ihren Abschied im Trikot des SSC Hanau-Rodenbach und wird ab 2026 ebenfalls für Silvesterlauf Trier starten. Die 20-Jährige knackte die 16-Minuten-Marke (15:59) und wurde als Fünfte beste Deutsche.
Fitwi und Petros in der Spitzengruppe dabei
Für jede Menge Spannung sorgte auch der Lauf der Asse der Männer über dieselbe Distanz. Fitwi und Petros konnten sich fast über die vollen fünf Runden in der Spitzengruppe um Vorjahressieger Mike Foppen (Niederlande) halten. Am Ende setzte sich aber die auf kürzere Strecken spezialisierte Konkurrenz durch. Fitwi wurde am Ende in 13:50 Minuten Achter. Petros kam drei Sekunden später als Neunter ins Ziel.
"Ich habe hier den Heimvorteil. Vielleicht hat das den Ausschlag gegen Amanal gegeben", sagte Fitwi, der noch als Erster in die einen Kilometer lange Schlussrunde eingebogen war. "Drei Wochen nach meinem letzten Marathon in Valencia und ohne großes Training waren die 5.000-Meter-Spezialisten am Ende natürlich schneller", fügte er hinzu.
Den Sieg sicherte sich überraschend der Schwede Emil Danielsson (13:39 Minuten), der sich vor Harbart Kibet (Uganda) und Pieter Sisk aus Belgien durchsetzte. Foppen verpasste das Podest als Vierter dieses Mal knapp.