Kaum eine Sportart wächst so rasant wie Pickleball. In den USA spielen es bereits Millionen Menschen. Sogar Tennislegenden wie Steffi Graf und Andre Agassi begeistern sich für den neuen Hype-Sport. Beim Showturnier "Pickleball Slam" gewinnt das wohl bekannteste Tennispaar ein Preisgeld von einer Million US-Dollar. Aber nicht nur in den USA wird Pickleball immer beliebter.
Pickleball Regeln schnell erklärt
Um Pickleball zu spielen, braucht man nicht viel: Einen Schläger, einen Ball und ein passendes Feld. Während Pickleball früher vor allem im Do-it-yourself-style auf Parkplätzen, Tennisfeldern oder in Turnhallen gespielt wurde, kann man heute auf professionelle Spielfelder zurückgreifen. Ein Pickleball-Feld ist etwa ein Drittel so groß wie ein Tennisplatz, das Netz hängt niedriger und es ist unterteilt in eine Service-Zone und in die "Kitchen". Das ist eine "Non-Volley-Zone" direkt am Netz. In diesem Bereich sind Volleys, also direkte Ballannahmen, nicht erlaubt. Der Ball hat mindestens 26 Löcher, je nach Untergrund und Spielort auch mehr. Dadurch fliegt er langsamer und lässt sich auch auf einem kleinen Spielfeld gut kontrollieren. Die Schläger sind aus Aluminium, Glasfaser oder Graphit.
Pickleball wird im Einzel oder Doppel gespielt. Beliebter ist allerdings das Doppel. Nur das Team, das Aufschlag hat, kann punkten. Ein Satz geht in der Regel bis elf Punkte. Für einen Sieg braucht man zwei Punkte Vorsprung. Der Aufschlag erfolgt immer von unten und muss diagonal ins gegenüberliegende Servicefeld gespielt werden. Nach der Angabe gilt die "Double-Bounce-Regel": Der Ball muss auf beiden Seiten einmal aufspringen, bevor Volleys erlaubt sind.
Pickleball Tipps für Anfänger
Wer Pickleball schnell lernen und sein Spiel verbessern möchte, sollte auf seine Schläge achten. Häufige Fehler entstehen durch zu viel Schlagkraft. Besser ist es, flache Schläge zu spielen, um die Kontrolle zu behalten. Sobald die Grundlagen im Pickleball sitzen, sollte man sein Spiel an der "Kitchen" variieren. Das Erfolgsrezept heißt Präzision. Wenn man Tempo und Winkel variiert, kann man seine Gegner in Bewegung bringen und sie zu Fehlern zwingen.
Außerdem kann man mit unterschiedlichen Schlägen arbeiten. Wie im Tennis gilt: Slice, also Unterschnitt bei tiefen, langsamen Bällen oder im Return. So bleibt der Ball flach und zwingt den Gegner, den Ball von untern zu spielen. Topspin, also Vorwärtsdrall, hilft besonders bei hohen Bällen oder wenn man Druck aufbauen möchte. Für die schnelle Überraschung sollte man den "Flick" nutzen. Das ist ein schneller Offensivschlag aus dem Handgelenk, der von der "Kitchen"-Linie über das Netz "geflippt" wird. Er verwandelt einen defensiven Ball in einen Top-Spin-Angriff.
Pickleball wächst in Deutschland
Pickleball gilt als sportlich und sozial. Egal ob Freunde, Familie oder Arbeitskollegen und egal in welchem Alter, alle können gemeinsam spielen. Die Einstiegshürde in den Sport ist niedrig und die Lernkurve steil.
Vor allem seit der Corona-Zeit wächst Pickleball auch in Deutschland rasant. In Städten wie Berlin, München oder Heidelberg entstehen immer mehr Hallen und Plätze für Pickleball. Und auch wenn ein Pickleball Löcher hat, ist bei dieser Sportart noch lange nicht die Luft raus.