14-Jährige ist eine der besten Deutschen

Voller Körpereinsatz beim Tanz mit dem Stab - Das ist der neue Trendsport Twirling

Akrobatik, Ballett, Turnen - das alles vereint sich im Twirling, das auch in Deutschland immer beliebter wird. Zu den besten Twirlerinnen der Welt gehören die Schwestern Alisa und Mila Werner aus Zimmern ob Rottweil.

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Alisa Werner ist eine der erfolgreichsten deutschen Twirlerinnen. Die 14-Jährige lässt einen zwölf Millimeter dünnen Metallstab - den sogenannten Baton - elegant durch ihre Finger und über ihren Körper gleiten, schleudert ihn in die Luft, dreht sich um die eigene Achse und fängt das Handgerät wieder sicher auf. Seit neun Jahren betreibt die 14-Jährige vom BTSC Zimmern ob Rottweil den Sport, auf den sie damals ihre Mutter Natalia Werner gebracht hat.

Letztes Jahr konnte Alisa beim internationalen Nations Cup in Turin Gold in ihrer Altersklasse gewinnen, der größte Erfolg ihrer jungen Karriere. "Ich stehe so oft in der Halle und trainiere Dinge, die nicht funktionieren. Und dieser Erfolg hat mir gezeigt, dass sich das alles gelohnt hat", erzählt die 14-Jährige im Gespräch mit SWR Sport. Das Geheimrezept ihres Erfolgs ist dabei denkbar einfach: Disziplin beim Trainieren der Choreografien und Spaß beim Tanzen, denn die Jury "sieht einfach, wenn man Spaß daran hat", so Alisa Werner.

Ursprung des Twirlings liegt in den USA

Der Sport, der seinen Ursprung in den USA hat, ist inspiriert von den Majoretten der amerikanischen Marschkapellen. In diesen führten Frauen oder Mädchen in Uniformen Formationstänze auf und traten dabei schon mit den Stäben auf. In den 1970er Jahren entwickelte sich dann aus dem eher militärischen Hintergrund und Auftreten eine athletische und dynamische Sportart, die Elemente aus Ballett, Turnen und rhythmischer Sportgymnastik miteinander vereint. In Japan, den USA und Frankreich hat sich der Twirling-Sport schon etabliert, während er hier in Deutschland gerade zur Trendsportart wird. Auch in Zimmern ob Rottweil wächst das Interesse am Twirling.

Ein Verein als Familienprojekt

Alisa und ihre jüngere Schwester Mila (12 Jahre) sind nicht nur erfolgreiche Twirlerinnen, die auch im Duo miteinander antreten. Die beiden Athletinnen sind dazu noch Trainerinnen in ihrem Verein BTSC Zimmern ob Rottweil. Sie planen Choreografien, organisieren Trainings und vermitteln anderen Kindern die Freude an ihrem Sport.

Um noch mehr Kinder zu erreichen, gründeten die Eltern der Schwestern, Natalia Werner und Markus Lips im November 2023, den Verein. Vater Markus Lips ist auch heute noch erster Vorsitzender.

Der Verein besteht gerade aus uns. Aber wir wachsen stetig und freuen uns, dass die Sportart in der Region ankommt und bekannt wird.

Zur Freude der Familie wächst "ihr" Verein stetig - und das Herzensprojekt Twirling, das aus dem Hobby der Töchter gewachsen ist, kommt zunehmend gut bei den Menschen in der Region an.

Erstmals publiziert am
Stand
Ein Film von
Lena Bergmann
Onlinefassung
Mika Fetzer