Turnen | EM in Leipzig

Deutsche Turner verpassen Team-Medaille knapp, Toba verschiebt Karriereende

Bei der EM in Leipzig verpassen Deutschlands Turner die Bronze-Medaille im Team-Finale hauchdünn. Routinier Andreas Toba darf sich trotzdem freuen. Er qualifiziert sich fürs Einzel-Finale am Reck.

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Die deutschen Kunstturner haben bei den Europameisterschaften in Leipzig eine Medaille im Team-Wettbewerb hauchzart verpasst. Die Auswahl des Deutschen Turnerbundes (DTB) um Routinier und Rio-Held Andreas Toba kam einen Tag nach der überraschenden Silbermedaille der deutschen Frauen auf Rang vier. Europameister wurde Großbritannien vor der Schweiz und Italien.

Toba, Nils Dunkel, Timo Eder, Milan Hosseini und Dario Sissakis zeigten am Dienstagabend (27.05.) in einer mäßig besuchten Leipziger Halle eine starke Vorstellung und erzielten eine Gesamtpunktzahl von 242,595 - auf den Bronzerang fehlten am Ende nur 0,231 Zähler. 

Andreas Toba qaulifiziert sich fürs Einzelfinale am Reck

Vor allem Toba steht beim DTB-Team im Fokus. Der Routinier, der bei den Olympischen Spielen von Rio in die Herzen der Sportfans geturnt war, beendet im Anschluss an die Titelkämpfe in Leipzig im Alter von 34 Jahren seine Karriere. Und am Samstag darf der "Hero de Janeiro" nochmal ran: Toba qualifizierte sich als Sechster für das Einzel-Finale am Reck. 

Silber zum EM-Auftakt für deutsche Turnerinnen

Am Montag hatten die deutschen Kunsttunerinnen für einen Traum-Auftakt in die Heim-EM gesorgt. Angeführt von Hoffnungsträgerin Helen Kevric (17) musste sich die ersatzgeschwächte DTB-Auswahl im Team nur den neuen Europameisterinnen aus Italien geschlagen geben.

Leipzig

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Helen Kevric, Karina Schönmaier und Co. haben sich bei der Heim-EM in Leipzig sensationell die Silbermedaille gesichert. Es war die erste Medaille seit der EM 2022. Entsprechend emotional fielen die Reaktionen aus.

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Es war der versöhnliche Auftakt in eine schwierige EM. Der DTB kämpft seit dem Jahreswechsel mit einer schweren Krise, weil ehemalige wie aktive Turnerinnen unter anderem "körperlichen und mentalen Missbrauch" an den Bundesstützpunkten in Stuttgart und Mannheim angeprangert hatten. "Es ist natürlich eine ganz besondere EM aus vielerlei Hinsicht", hatte DTB-Sportvorstand Thomas Gutekunst eingestanden.

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Nicole Schmitt

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