Turn-WM 2025 in Jakarta

Angelina Melnikowa holt Mehrkampf-Gold - Enttäuschung für Karina Schönmaier

In einem engen Mehrkampf-Finale holte Angelina Melnikowa bei der Turn-WM 2025 in Jakarta Gold. Karina Schönmaier landete als beste Deutsche auf Platz 19.

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Stand

Karina Schönmaier aus Chemnitz hat im Mehrkampffinale der Turn-WM mit Platz 19 eine Enttäuschung erlebt. Die 20-Jährige konnte ihren starken sechsten Rang aus der Qualifikation nicht bestätigen und blieb im Endkampf der besten 24 Turnerinnen hinter den Erwartungen zurück. Das DTB-Team wartet damit weiterhin auf die erste Top-10-Platzierung. Schönmaier hat am Freitag im Sprungfinale eine weitere Medaillenchance. Die zweite deutsche Turnerin im Mehrkampf-Finale, Silja Stöhr aus Mannheim, belegte am Donnerstag Rang 21.

In Abwesenheit der Stars Simone Biles (USA) und Rebeca Andrade (Brasilien) sicherte sich die Mehrkampf-Weltmeisterin von 2021, Angelina Melnikowa (neutrale Athletin), die Goldmedaille. Silber ging an Leanne Wong (USA), Bronze an Zhang Qingying (China).

Da die Russin Melnikowa unter neutraler Flagge startet, wurde anstelle der Nationalhymne das 1. Klavierkonzert von Tschaikowski bei der Siegerehrung gespielt.

Schönmaier: "Nicht alles wie geplant"

"Leider lief nicht alles so wie ich es geplant hatte. Ich hatte einen Sturz am Ende, weil dann doch etwas die Kraft gefehlt hatte, weil ich ein bisschen erkältet bin. Aber ich war froh, dass ich in den Top sechs der ersten Mannschaft geturnt habe. Ich fokussiere mich jetzt auf mein Finale am Sprung", sagte Schönmaier nach dem Wettkampf. Stöhr zeigte sich "sehr stolz und glücklich" nach ihrem ersten Mehrkampffinale bei einer Weltmeisterschaft.

In ihrer Paradedisziplin, dem Sprung, unterlief Doppel-Europameisterin Schönmaier gleich zu Beginn ein kleiner Fehler: Beim Landen trat sie aus der Landezone und konnte somit nicht an ihre starke Qualifikationsleistung anknüpfen.

Stöhr liefert soliden Wettkampf

Am Stufenbarren zeigte sie eine konzentrierte Übung und arbeitete sich zwischenzeitlich bis auf Rang fünf vor. Am Schwebebalken und Boden schlichen sich jedoch erneut Unsicherheiten ein, sodass die Wertungen deutlich hinter denen der Qualifikation zurückblieben.

Die erst 17-jährige Stöhr präsentierte einen soliden Wettkampf, konnte ihren 17. Platz aus der Qualifikation aber ebenfalls nicht halten. Dennoch könne die 18-Jährige zufrieden sein, sagte Vize-Europameisterin Janoah Müller, die den Wettkampf für SWR Sport im Livestream kommentiert hatte: "Sie kann wahnsinnig stolz sein, sie ist 17 und stand in einem WM-Finale. Sie hat zweimal ihre Übung am Schwebebalken durchgeturnt und hat sich auf bei der WM toll präsentiert".

"Ich bin sehr stolz und froh, dass ich hier turnen durfte. Ich bin einfach nur glücklich, dass ich in einem WM-Finale stehen durfte", sagte Stöhr nach dem Wettkampf. Müller turnt wie Stöhr in Mannheim, kommt aber aus Böhl-Iggelheim (RLP). Beide sind beste Freundinnen und gewannen im Mai die Silbermedaille im Team bei der EM. Silja kommt aus dem badischen Heddesheim.

Im Mehrkampffinale der Männer hatte Timo Eder bereits am Mittwoch Rang 19 belegt. Abgesehen von Schönmaier finden die Gerätefinals ohne deutsche Beteiligung statt.

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SWR

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