Volleyball | Bundesliga

Stuttgart vor Halbfinale gegen Dresden: "Wir müssen nicht, aber wir wollen"

Nach dem Viertelfinalerfolg gegen Erfurt geht es für den Allianz MTV Stuttgart in den Halbfinal-Playoffs gegen den Dresdner SC um den Einzug ins Finale der Deutschen Volleyball Bundesliga.

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Von Autor/in Madeleine Wandelt

Für die Stuttgarter Volleyballerinnen startet am Sonntag das Playoff-Halbfinale um die deutsche Meisterschaft. In Spiel eins der Best-of-three-Serie trifft das Team von Trainer Konstantin Bitter um 16:45 Uhr in eigener Halle auf den Dresdner SC. Bitter erwartet eine enge Serie auf hohem Niveau und setzt vor allem auf eine Stärke seiner Mannschaft: Widerstandsfähigkeit.

Spiel zwei folgt am 8. April um 19 Uhr in Dresden. Ein mögliches drittes Spiel würde ebenfalls in Stuttgart stattfinden, der Allianz MTV hätte also erneut Heimvorteil. Denn in der eigenen Halle, vor 2.251 Fans, tritt Stuttgart meist besonders stark auf.

Viertelfinale mit mehr Mühe als erwartet

Der Einzug ins Halbfinale gelang Stuttgart über zwei Siege gegen Schwarz-Weiß Erfurt. Vor allem das erste Spiel war deutlich umkämpfter als erwartet. Nach einem 1:2-Satzrückstand drehte Stuttgart die Partie noch und gewann 3:2. Im zweiten Spiel trat das Team dann deutlich souveräner auf. Für Bitter war die Serie deshalb ein Beleg dafür, wie seine Mannschaft mit Drucksituationen umgeht. "Das spricht für die Mannschaft, das spricht dafür, dass wir sehr viel Widerstandsfähigkeit haben", so der Trainer.

Bitter erwartet enge Serie gegen Dresden

Mit dem Dresdner SC wartet nun ein anderer Gegner als noch im Viertelfinale. Konstantin Bitter rechnet mit intensiven und emotionalen Spielen auf hohem Niveau. Beide Teams seien gut organisiert, gefährlich in ihren Aktionen und in ihrer Qualität eng beieinander. Entsprechend erwartet der Stuttgarter Trainer keine klare Angelegenheit, sondern eine enge Serie, in der Tagesform und Nerven entscheidend werden könnten. Seine Einschätzung ist eindeutig: "Es werden 50:50-Spiele."

MTV Stuttgart Trainer Konstantin Bitter

Dass Stuttgart die bisherigen Saisonduelle gegen Dresden gewonnen hat, sieht Bitter eher als kleines Plus im Kopf und nicht als echte Vorentscheidung. Es sei hilfreich zu wissen, dass man gegen diesen Gegner schon gewonnen hat. Mehr aber auch nicht. Entscheidend werde sein, wie das Team mit Fehlern umgeht, wie es auf schwierige Phasen reagiert und welche Ausstrahlung es auf dem Feld zeigt.

Rückschläge als Teil der Saison

Auch das verlorene Pokalfinale und das Aus im Europapokal sieht Bitter nicht als Bruch in der Saison. Das internationale Ausscheiden ordnet er angesichts der Qualität der Gegner realistisch ein. Im verlorenen Pokalfinale gegen Suhl hebt er trotz der Enttäuschung vor allem hervor, dass die Mannschaft sich nach einem schlechten Start zurück ins Spiel gekämpft hatte. "Und das wird auch im Halbfinale gegen Dresden sehr wichtig sein", so Bitter.

"Wir müssen nicht, aber wir wollen"

Die Mannschaft hat in dieser Saison immer wieder gezeigt, dass sie auf Rückschläge reagieren kann. Genau das soll nun auch im Halbfinale so sein. Den Anspruch formuliert der Trainer klar ohne dabei unnötig Druck aufzubauen: Stuttgart wolle ins Finale, müsse es aber nicht erzwingen. "Wir müssen nicht, aber wir wollen", sagte der Cheftrainer der Stuttgarterinnen. Dass der Anspruch in Stuttgart trotzdem hoch ist, liegt auf der Hand. Stuttgart hat die Hauptrunde klar auf Platz Eins beendet und gehört seit Jahren zu den erfolgreichsten Teams der Liga. Mit einem Sieg könnten sie die Serie von 2022, 2023 und 2024 weiter fortführen.

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Madeleine Wandelt