1996 – Meilensteine

Die Ärzte – "Le Frisur"

Mit "Le Frisur" hat die deutsche Punkband Die Ärzte 1996 ihr erstes und bisher einziges Konzeptalbum veröffentlicht. Ein Album, in dem es tatsächlich nur um Frisuren, Bärte und Haare aller Arten geht.

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Stand

Das Album "Le Frisur" von den Ärzten ist mal wieder ein Beweis dafür, dass die Band sich selbst nicht zu ernst nimmt – als ob der noch nötig gewesen wäre – und der Spaß bei der Band häufig im Vordergrund steht.

Podcastgast George Lindt kennt Die Ärzte

Dass Die Ärzte offen sind für allerhand verrückte Ideen, kann Podcastgast George Lindt selbst belegen. Er hat mehrfach mit den Ärzten gesprochen und mit ihnen in der Vergangenheit ihre eigenen Songs neu aufgenommen – auf Japanisch und Chinesisch. Auch deshalb war er die perfekte Wahl als Gast für diese Podcastfolge zu "Le Frisur". George Lindt spricht in dieser Meilensteine-Folge nicht nur über das Album, sondern erzählt auch jede Menge Anekdoten aus der Geschichte der Band.

Die tiefere Bedeutung vom Ärzte-Album "Le Frisur"

Ein Konzeptalbum nur über Haare, Bärte und Co., so etwas Verrücktes fällt wirklich nur den Ärzten ein. Aber wer die Ärzte kennt, weiß, dass es – auch wenn es offenkundig und beim ersten Blick sehr albern und lustig gemeint ist – bei den Ärzten eigentlich immer eine tiefere Bedeutung gibt, auch beim Album "Le Frisur".

Es sind die Ärzte und das Ding hat immer einen doppelten und dreifachen Boden!

Ein gutes Beispiel dafür ist der Song und das dazugehörige Musikvideo zu "Mein Baby war beim Frisör", in dem die Ärzte "Femizide" thematisieren. Die Musik und das Video sind dabei typisch lustig dargestellt, die Botschaft des Songs hingegen ist eher erschütternd.

Neben dem inhaltlichen doppelten Boden spielen Die Ärzte auf dem Album ganz viel mit der Erwartungshaltung des Hörers. Johannes Heuft erklärt: Wenn wir uns an einen Song gewöhnt und reingehört haben, dann passiert oft eben etwas komplett anderes, und das macht das Album auch spannend.

Auf den ersten Blick oder den ersten Höreindruck scheint die Musik nur albern und oberflächlich zu sein, dabei hat eigentlich alles, was die Ärzte musikalisch so von sich geben, mindestens einen "doppelten Boden", erklärt Musikredakteur Johannes Heuft im Podcast. Hier sehen wir Ärzte-Gitarrist und -Sänger Farin Urlaub. | "Le Frisur" von Die Ärzte
Auf den ersten Blick oder den ersten Höreindruck scheint die Musik nur albern und oberflächlich zu sein, dabei hat eigentlich alles, was die Ärzte musikalisch so von sich geben, mindestens einen "doppelten Boden", erklärt Musikredakteur Johannes Heuft im Podcast. Hier sehen wir Ärzte-Gitarrist und -Sänger Farin Urlaub. xim.gs / Sebastian Gerhard

Auf "Le Frisur" von den Ärzten hören wir (fast) alles!

Auf "Le Frisur" gibt es auch ganz viele Dinge, bei denen wir Verbeugungen vor großen Vorbildern erkennen und auch Inspirationen unterschiedlicher Natur. Auch ganz viele unterschiedliche Genres haben Die Ärzte auf das Album gepackt. Von (natürlich) Punk, über Pop, Metal, Reggae bis zu den Comedian Harmonists und Frank Sinatra ist fast alles dabei.

Die Kernessenz von Die Ärzte ist es, immer anders zu sein und immer etwas zu machen, was keiner erwartet!

Und so bizarr und chaotisch der bunte – teilweise vielleicht sogar fragwürdige – Mix der Ärzte ist, den sie auf diesem Album über Haare zusammenkomponiert und produziert haben, so einleuchtend ist die Platte und alles darauf für Meilensteine-Gast George Lindt.

Es scheint sehr grotesk zu sein, aber beim näheren Hinhören merkt man, dass es gar nicht grotesk ist, sondern völlig logisch.

die ärzte - 3-Tage-Bart (Offizielles Video - Refurbished 2025)

Shownotes

Über diese Songs vom Album "Le Frisur" sprechen wir im Podcast

  • (15:08) – "Erklärung"
  • (24:14) – "Mein Baby war beim Frisör"
  • (28:14) – "Motherfucker 666"
  • (38:24) – "3-Tage-Bart"
  • (44:17) – "No Future (ohne neue Haarfrisur)"
  • (46:27) – "Der Medusa-Man (Serienmörder Ralf)"

Über diese Songs sprechen wir außerdem im Podcast

  • (18:53) – "Ich gehöre nicht dazu" von Farin Urlaub
  • (30:49) – "Master Of Puppets" von Metallica
  • (31:05) – "Killing In The Name" von Rage Against The Machine
  • (32:30) – "Blind" von Korn
  • (33:40) – "Dark Star" von Deine Lakaien
  • (34:10) – "Pretty Fly For A White Guy" von The Offspring
  • (34:38) – "War Pigs" von Black Sabbath
  • (32:26) – "Hammer Smashed Face" von Cannibal Corpse
  • (36:00) – "The Girl From Ipanema" von Frank Sinatra
  • (37:01) – "Veronika, der Lenz ist da" von Comedian Harmonists
  • (47:19) – "Where The Wild Roses Are" von Nick Cave und Kylie Minogue

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